Full text: Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Die Nachkommen Alberts I. 
Aus der Ehe Alberts I. mit Heilwig sind uns keine Nachkommen bekannt, aus der 
Ehe mit Ermensinde von Luxemburg gingen jedoch zwei uns bekannte Kinder 
hervor, ein Sohn namens Hugo und eine Tochter namens Mathilde. 
Hugo VII. 
Die Geburt Hugos VII., des einzigen Sohnes von Albert I., von dem wir Kenntnis 
haben, dürfte im ausgehenden 11. Jahrhundert erfolgt sein, denn er wird erstmals im 
Jahre 1103 in einer Urkunde eines gewissen Priesters Vocco für die Abtei Altdorf 
genannt und noch als puer bezeichnet435. 
Das nächste Lebenszeichen von Hugo VII. stammt aus dem Jahre 1114. Er wird in 
einem Diplom Heinrichs V. als Zeuge angeführt436. Dieser lange Zeitraum, in dem 
Hugo VII. nicht belegt ist, hängt sicher damit zusammen, daß er erst gegen Ende 
des 11. Jahrhunderts geboren wurde, der Zeitraum bis 1114 also die Jugendzeit 
Hugos VII. bildete, und Hugo im Jahre 1114 wahrscheinlich erst 16-20 Jahre alt 
war. Drei Jahre später, 1117, wird Hugo VII. nochmals in einer Altdorfer Urkunde 
erwähnt437, des weiteren ist er uns sicher in drei Diplomen Heinrichs V. bezeugt, so 
in einem undatierten, ca. 1120 für die Bürger von Boppard438, in einem am 23. 
Januar 1123 in Straßburg ausgestellten Diplom, in welchem der Kaiser das Kloster 
Alpirsbach in seinen Schutz nimmt439 und in einem am Folgetag, ebenfalls in 
Straßburg ausgestellten Diplom für das Kloster Waldkirch440. 
435 Urkunde aus dem Jahre 1103, abgedruckt bei Schöpfun, Alsatia diplomatica I, Nr. 233, 
S. 182 f.: ... Hugone comite adhucpuero, praedicti tarnen cenobii advocato (Zitat, ebda., 
S. 183). Zu Hugo VII. als Vogt von Altdorf siehe unten im Kap. 'Vogteien' den Art. 
'Al torf/Altdorf. 
436 Druck der Urkunde bei J. Bridot, Chartes de I'abbaye de Remiremont des origines ä 
1231, Nancy 1980, Nr. 37, S. 108-111. Letzte Sicherheit, daß es sich bei dem in dieser 
Urkunde genannten Grafen Hugo um Hugo VII. von Dagsburg handelt, läßt sich leider 
nicht gewinnen, da lediglich von einem interventu eines nicht näher bezeichnten 
Hugonis comitis (ebda., S. 109) die Rede ist. Jedoch wird er unmittelbar nach einem 
Grafen Folmar genannt, bei dem es sich unzweifelhaft um Folmar von (Bischofs)- 
homburg, Graf von Metz, handelt, der die Schwester Hugos VII., Mathilde, geheiratet 
hat (siehe dazu unten, S. 88 ff.), was eine Identifizierung jenes in dem Diplom Heinrichs 
V. erwähnten Grafen Hugo mit Hugo VII. von Dagsburg doch sehr wahrscheinlich 
macht. 
437 Urkunde aus dem Jahre 1117, abgedruckt bei Schöpfun, Alsatia diplomatica I, Nr. 243, 
S. 192 f. 
438 Druck der Urkunde bei Beyer, Urkundenbuch I, Nr. 444, S. 503 f.: ... et amittentibus 
multis qui subnotati sunt testibus. ... Hugo comes de dagesburc (Zitat, ebda., S. 504). 
Regest: Stumpf, Nr. 3226. Beyer gibt im Personenregister als Datierung 1120 an 
(Beyer, Urkundenbuch I, S. 765), Stumpf gibt in seinem Regest an, c. 1122 Sept. - 1125 
Apr. Die Jahre 1124 und 1125 scheiden aber aus, da Hugo VII. von Dagsburg 1123 
gestorben ist (vgl. unten, S. 80 f.). 
439 Druck der Urkunde in Wirtembergisches Urkundenbuch, 1. Bd., Stuttgart 1849, Nr. 279, 
S. 354 f.: ... Hugo comes de Tagesburc, Folmarus comes de Huneburc ... (Zitat, ebda., 
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