Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

St.  Felix  und  Regula  in  Zürich
(Ch,  Zürich  ist  Hauptort  des  Kant.)
Das  Laienabbatiat  über  St.  Felix  und  Regula  in  Zürich  hatten  im  späten  9.  und
frühen  10.  Jahrhundert  Graf  Eberhard  I.  und  wahrscheinlich  sein  Sohn  Hugo  I
inne1207.  Nach  Hugo  I.  läßt  sich  keine  Beziehung  der  Eberhardiner  zu  St.  Felix  und
Regula  mehr  feststellen.
St.  Ferrucius  in  Metz
(F,  Dep.  Moselle,  Metz  ist  Hauptort  des  Dep.)
Siehe  den  Artikel  'Heiligkreuz  in  Metz'.

St.  Georg  in  der  Metzer  Vorstadt
(F,  Dep.  Moselle,  Metz  ist  Hauptort  des  Dep.)
Das  Patronatsrecht  der  Kirche  St.  Georg  in  der  Metzer  Vorstadt  scheint  als  Lehen
des  Bistums  Metz  im  Besitz  Hugos  VIII.  von  Dagsburg  gewesen  zu  sein.  Die
Annahme  beruht  auf  dem  Umstand,  daß  dieses  Recht  im  Besitz  des  Grafen  Ludwig
I.  von  Saarwerden  auftaucht,  der  es  laut  einer  Urkunde  von  Bischof  Bertram  von
Metz  im  Jahre  1199  dem  Kollegiatstift  St.  Maria  und  St.  Theobald  übertrug1208.
Dieses  Recht  und  andere  Güter  der  Saarwerdener  Grafen  in  der  Umgebung  von
Metz  sind  sehr  wahrscheinlich  durch  die  Eheschließung  zwischen  Gertrud,  der
Tochter  des  Metzer  Grafen  Hugo  VIII.  von  Dagsburg,  und  Graf  Ludwig  I.  von
Saarwerden  in  saarwerdischen  Besitz  gelangt,  da  in  dieser  Gegend  vor  Ludwig  I.
sonst  keine  angestammten  Liegenschaften  der  Saarwerdener  Familie  bekannt
sind1209.

St.  Quirin
(F,  Dep.  Moselle,  Arr.  Sarrebourg,  Cant.  Lorquin)
In  der  Literatur  wird  immer  wieder  behauptet,  daß  die  Dagsburger  Grafen  die
Vogtei  über  das  Priorat  St.  Quirin  ausgeübt  haben  sollen  und  die  Vogtei  dieser
Familie  bis  zum  Tod  Gertruds  im  Jahre  1225  verblieben  sei1210.  Nun  liegt  die
Stiftungs-  und  Gründungsgeschichte  St.  Quirins  fast  völlig  im  dunkeln.  Wir  wissen
lediglich,  daß  das  Priorat  von  Graf  Ludwig  von  Dagsburg  im  Jahr  966  gestiftet
worden  sein  soll1211.  Wer  die  Vogtei  über  das  Priorat  in  der  Frühzeit  nach  der

1207  Urkunde  vom  27.  Juni  889  in:  Escher  u.  Schweizer,  Urkundenbuch  I,  Nr.  153,  S.  66:
...  monasterium,  quod  constructum  est  in  Turego  in  honore  sanctorum  martyrum  Felicis
et  Regulf,  ubi  moniales  deo  famulantur  et  modo  Eberhart  comes  cum  advocatu  [sic!]
suo  Adalberto  preesse  videntur.  -  Urkunde  vom  16.  August  931,  ebda.,  Nr.  194,  S.  86  f.,
mit  Graf  Hugo  in  der  Zeugenreihe.  Siehe  dazu  auch  oben,  S.  163  f.  u.  170
1208  Urkunde  Bertrams  von  Metz,  in  Metz,  AD  Mos.,  2  G  65;  siehe  Herrmann,  Saarwerden,
1.  Bd.,  Regest  Nr.  89.
1209  Siehe  Herrmann,  Saarwerden,  2.  Bd.,  S.  52.
1210  So  bei  Parisse,  La  noblesse  Lorraine,  1.  Bd.,  S.  523;  Toussaint,  Grafen,  S.  120.
1211  Zur  Stiftung  St.  Quirins  siehe  oben,  S.  44.

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