einer auf das Jahr 1177 datierten Urkunde nennt er sich Hugo de Dasborc comes
Metensis testis et cooperator et defensor1199 der Abtei Salival. Hierbei geht es um
die Schlichtung eines Streites um Güter in Masnis, die einst eine Dame mit Namen
Archasendis von Parce der Abtei geschenkt hatte1199 1200. Diese Übereignung aber war
von einem gewissen Kuno von Herconsei, dem Ehemann der Enkelin der
Archasendis, nicht anerkannt worden1201. Aus der Urkunde geht ebenfalls hervor,
daß der Sohn Hugos VIII., Albert II., für die Nachfolge in der Schutzvogtei über
Salival bestimmt war1202. Es ist anzunehmen, daß Albert II. sie wohl auch
unangefochten ausgeübt hat. Nachrichten gegenteiliger Art sind nicht auf uns
gekommen1203. In einer zweiten, undatierten Urkunde hat Hugo VIII. von
Dagsburg an Salival das sogenannte feodum St. Stephan bei Saleaux geschenkt,
Hugo hatte es zuvor an Walter von Parva-Petra verlehnt und dieser wiederum an
Amfried von Richecourt1204. Auch hier bezeichnet sich Hugo VIII. als defensor der
Abtei1205.
Außerdem wird noch ein Hugo Advocatus als letzter in der Zeugenreihe einer
Urkunde des Abtes Siffridus von Luxeuil für das Kloster Salival aus dem Jahre
1173 genannt1206. Vor dem Hintergnind der oben angeführten Belege ist es sehr
wahrscheinlich, daß dieser Hugo Advocatus identisch mit Graf Hugo VIII. von
Dagsburg ist.
1199 Original in Nancy, AD M-et-M, B 481, Nr. 46, ohne Datum. Siehe im Anhang, Urkunde
Nr. 4; vgl. dazu die Erwähnung des Vorganges bei François u. Tabouillot, Histoire
générale de Metz II, S. 298: ,JDe son temps, Hugues de Dasbourg, Comte de Metz, fit
beaucop de bien à l'Abbaye de Salival. Il termina en 1177 les difficultés formées par les
héritiers d'une Dame nommée Archasande, au sujet de l'aleu du Mesnil, qu’elle avoit
donné à cette Abbaye“.
1200 Siehe im Anhang, Urkunde Nr. 4; Erwähnung der Schenkung in der Bulle von Papst
Alexander III. aus dem Jahre 1180 für Salival, Abschrift in Nancy, AD M-et-M, H
1227, fol. 296r°,
1201 Anhang, Urkunde Nr. 4.
1202 Ebda
1203 Es gab zwar unmittelbar nach der Horburger Fehde des Jahres 1162 Versuche seitens
Friedrich Barbarossas, die Schutzvogtei über Salival zu erlangen, die jedoch gescheitert
sind. Siehe dazu oben, S. 270 f.
U04 Original in Nancy, AD M-et-M, B 481, Nr, 40, ohne Datum Nr. 5; vgl. dazu die
Erwähnung des Vorganges bei François u, Tabouillot, Histoire générale de Metz II,
S. 298: „ ... il y ajouta le fief de saint Etienne à charge de payer tous les ans deux sols de
cens à Ainffroi de Richecourt, qui le tenoit alors en arrière fief de Vautier de la Petite-Pierre“;
Bestätigung der Schenkung in der Bulle von Papst Alexander III. aus dem Jahre
1180 für Salival, in der der Papst die Schenkungen an das Kloster bestätigt: Feodum
quod concessit vobis Hugo per manum Gualteri de Parva-Petra, et Hugonis, comitis de
Daburc, sub censu duorum solidorum (Abschrift in Nancy, AD M-et-M, H 1227, fol.
294r°-298v°, Zitat fol. 296r°, abgedruckt bei Hugo, Præmonstratensis annales, 2. Bd.,
Sp. 454-457.
1205 Siehe im Anhang, Urkunde Nr. 5.
1206 Hugo, Præmonstratensis annales, 2. Bd., Sp. 459.
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