Nach dem Tode Gertruds von Dagsburg im Jahre 1225 wurde die Metzer Hochvogtei,
die ja mit der Grafschaft gekoppelt war, vom Metzer Bischof Johann von
Apremont eingezogen1154.
Münster im Gregoriental
(F, Dep. Bas-Rhin, Arr. Colmar, Cant. Munster)
Graf Eberhard I. kann man durch eine Urkunde von 898 als Laienabt der Abtei
Münster im Gregoriental ausmachen1155. Nachfahren Eberhards I. lassen sich in
dieser Funktion nicht mehr nachweisen.Wann die Eberhardiner, bzw. deren
Nachkommen, die Grafen von Dagsburg-Egisheim, ihren Einfluß auf die Abtei
verloren haben, läßt sich nicht feststellen. Im 12. Jahrhundert gerät die Abtei unter
staufischen Einfluß1156.
Neufmoütier
(B, Prov. Liège, Arr. Huy)
Hugo VIII. von Dagsburg stand durch eine von ihm im Jahre 1146 getätigte
Schenkung in Verbindung mit der Abtei Neufmoustier. Er beurkundet, daß er sich
über alles, was seiner Jurisdiktion untersteht und was von der Abtei, entweder von
Graf Hugo von (Bischofs)homburg die Metzer Hochvogtei innehatte, der in dieser
Urkunde ebenfalls genannt wird. Druck der Urkunde bei Parisse, Actes, 2ème Série,
I,B, Etienne de Bar, Nr. 70, S. 159 f. Vgl. auch ebda., S. 160, Anm. 8. Albert wird
zudem noch als Zeuge neben Hugo VIII. von Dagsburg in einer undatierten,
wahrscheinlich zwischen 1155 und 1158 ausgestellten Urkunde von Bischof Stephan
von Metz für Abt Bertulf von St. Eucharius genannt, abgedruckt ebda., Nr. 96, S. 212 f.;
weiterer Druck bei H.-J, Krüger, Salinenbesitz, Nr. 1, S. 121 ff. Ebenso ist Albert mit
seinem Sohn Petrus - wiederum neben Hugo VIII. von Dagsburg und Metz - Zeuge in
einer Urkunde aus dem Jahre 1158 von Bischof Stephan von Metz, der der Abtei Gorze
11 Plätze zum Salzabbau in Ville de Vic gibt, abgedruckt bei Parisse, Actes, 2ème
Série, I,B, Etienne de Bar, Nr. 99, S. 218 f., älterer Druck bei François u. Tabouillot,
Histoire générale de Metz III, preuves, S. 122 f. Schließlich werden beide Untervögte,
Albert und sein Sohn Petrus, noch in der Bulle von Papst Alexander III. aus dem Jahre
1180 für das Kloster Salivai genannt, abgedruckt bei C. L. Hugo, Sacri et canonici
ordinis Præmonstratensis annales, 2. Bd , Nancy 1736, preuves, Sp. 454-457, Zitat, Sp.
456. Eine undatierte Urkunde von Petrus und von dessen Frau Demudis, die hier als
advocatissa bezeichnet wird, ist abgedruckt bei E Müsebeck, Die Benediktinerabtei St.
Arnulf vor Metz in der ersten Hälfte des Mittelalters, in: JGLGA 13, Metz 1901, Nr. 9,
S. 234. - Zu Simon siehe die Urkunde Alberts II. aus dem Jahre 1197 im Anhang,
Urkunde Nr. 7; zur Funktion der dem Hochvogt unterstellten Vögte siehe J. Schneider,
Bourgeois et officiers épiscopaux. - La fin de I'avouerie et de la ministérialité épiscopale
à Metz, in: ASHAL, 48. Bd., Metz 1947, S. 76-83, zu den Vögten Albert, Petrus und
Simon siehe ebda., S. 78.
1154 Zu den Vorgängen siehe oben das Kapitel 'Die Auseinandersetzungen um die Grafschaft
Metz'.
1155 Bruckner, Regesta Alsatiae, Nr. 650, S. 387 f.
1156 Zum staufischen Einfluß über Münster im Gregoriental siehe BÜTTNER, Bischof Heinrich,
S. 171 ff. (im Ndr. S. 308-311); ferner Mariotte, Les Staufer et I’avouerie du Val-Saint-Grégoire,
S. 135-143.
557