ausgestellten Urkunde vom 12. Juli 1153 für diese Abtei findet man Hugo VIII. als
deren Vogt1032 1033. Friedrich Barbarossa bestätigte der Äbtissin Berta von Erstein eine
Schenkung an Hermann, den Markgrafen von Baden, die per manurn nostram et
Hugonis comitis de Tagesburch eiusdem ecclesie advocati1033 vorgenommen
worden ist.
Es läßt sich mcht durch Quellen belegen, daß der Sohn Hugos VIII., Albert II., noch
Inhaber der Vogtei war1034. Man kann lediglich auf Grund einiger Indizien
vermuten, daß eine Verbindung oder Beziehung Alberts II. zu Erstein bestand. So
existiert zum einen eine Urkunde, in der er neben Cono plebanus de Herstein (=Erstein)
in der Zeugenreihe einer von Bischof Konrad von Straßburg ausgestellten
Urkunde erscheint, in der der Bischof den Verkauf von Gütern durch den Ritter
Burchard von Kirchheim an die Abtei Haute-Seille beurkundete1035. Allerdings
unterhielt Albert II. auch enge Beziehungen zur Abtei Haute-Seille, so daß seine
Anwesenheit 1198 bei der bischöflichen Beurkundung des Güterverkaufes von
Burchard von Kirchheim an Haute-Seille auch auf seine Verbindungen mit Haute-Seille
zurückgeführt werden kann. In obiger Urkunde wird zudem ein noch unter
Bischof Heinrich von Straßburg zustande gekommener Vergleich zwischen der
Abtei Haute-Seille einerseits und der Kirche des Ortes Hystehin - welcher wohl
nach René Friedei als Erstein identifiziert werden darf1036 - und Tytherus, dem
Plebanus von Romansweiler, andererseits über den Zehnten von Romansweiler
erwähnt1037.
Als Zeuge trat Albert II. schließlich in der Urkunde Heinrichs VI. vom 4. März
1192 auf1038, die die Rücknahme der am 17. April 1191 vorgenommenen
Quellenangabe. Hugo VII. läßt sich in dieser Funktion bisher aus den Quellen nicht
nachweisen. Auch die einschlägigen Handbücher Clauss, Wörterbuch, S. 328-334,
Reichsland III, S. 271 f., und Barth, Handbuch, 1. Bd., Sp. 356-360, haben für den
fraglichen Zeitraum (1100-1123) keine Quelle zu Erstein verzeichnet.
>°32 D F I 65, S. 110 f.
1033 Ebda., S. 111, Z. 14 f.
1034 Möglicherweise hat Albert II. von Dagsburg das Interesse an Erstein verloren, da die
Vogtei wegen des wirtschaftlichen Niedergangs der Abtei nicht mehr lukrativ war. - Zu
den wirtschaftlichen Problemen von Erstein vgl. Scheffer-Boichorst, Reichsabtei
Erstein, S. 288-291.
1035 Original in Nancy, AD M-et-M, H 633, abgedruckt bei Wentzcke, Ungedruckte
Urkunden, Nr. 10, S. 589 f. ; siehe auch RegBfeStr. I, Nr. 702, S. 372.
1036 Friedel, Erstein, S. 245 f.
Ю37 Nancy, AD M-et-M, H 633, Wentzcke, Ungedruckte Urkunden, Nr. 10, S, 589 f.; siehe
auch RegBfeStr. I, Nr. 650, S, 360, u. Nr. 702, S. 372. René Friedel schreibt, daß Albert
von Dagsburg und Cuno, der Pleban von Erstein, beim Vergleich zwischen Haute-Seille
einerseits und Tytherus, dem Pleban von Romansweiler, und der Kirche von Erstein
andererseits anwesend waren (Friedel, Erstein, S. 146). Hierbei ist aber Friedel einem
Irrtum aufgesessen, da dieser Vergleich nur in die Urkunde von 1198 inseriert ist. Albert
von Dagsburg und der Pleban Cuno von Erstein sind Zeugen für den 1198 beurkundeten
Vorgang und nicht für den inserierten Rechtsvorgang, der laut Urkunde während der
Amtszeit von Bischof Heinrich I. von Straßburg (1180/81-1190) stattgefunden hatte.
Ю38 Drucke der Urkunde in: WÜRDTWEIN, 10. Bd., Nr. 53, S. 156-159. - Wiegand,
Urkundenbuch I, Nr. 130, S. 106-108. - Regest: Böhmer-Baaken, Nr. 210.
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