Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Vorgänger,  nämlich  Hugo  von  (Bischofs)homburg,  der  von  ca.  1146/47  bis  1152  als
Graf  von  Metz  amtierte.  Bei  dem  in  der  Urkunde  genannten  Grafen  von  Metz
könnte  es  sich  auch  um  Hugo  von  (Bischofs)homburg  gehandelt  haben.  So  lassen
sich  für  diesen  Grafen  sicher  Besitzungen  in  Moyenvic  nachweisen,  die  er  an  Ia
Crète  abtrat815.  Dazu  kommt  noch,  daß  Odouinus  von  Froville  -  zweifellos  mit  dem
obengenannten  Hoduuanus  identisch  -  in  einer  zwischen  1146  und  1147
ausgestellten  Urkunde  Stephans  von  Metz  auf  seine  Ansprüche  bezüglich  der
Salzpfanne  in  Moyenvic  verzichtet  hatte816.  Es  spricht  also  alles  dafür,  daß  es  sich
bei  diesem  Hugo  von  Metz  um  Hugo  von  (Bischofs)homburg  handelt.

Muckenbach
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  Arr.  Molsheim,  Cant.  Rosheim,  Com.  Grendelbruch)
Ob  der  zur  Gemeinde  Grendelbruch  gehörende  Weiler  Muckenbach817  Allod  der
Egisheimer  Grafen  war,  ist  zweifelhaft,  da  der  Weiler  erstmals  um  die  Mitte  des  14.
Jahrhunderts  erwähnt  wird818.  Jedoch  war  das  Gebiet,  auf  dem  Muckenbach  entstand,
  ursprünglicher  Besitz  der  Egisheimer  Grafen,  demi  der  Zehnte  der  Orte,
welche  um  den  sogenannten  Burgberck  lagen,  und  denen  auch  Grendelbruch  mit
seinen  Pertinenzen  zuzurechnen  wai819,  wurde  von  Hugo  III.  raucus  der  Abtei
Altdorf  geschenkt820.  Die  Existenz  von  Muckenbach  im  10.  Jahrhundert  bleibt
angesichts  von  desse  späten  Ersterwähnung  eher  unwahrscheinlich.

Obermorschwihr/Obermorschweier
(F,  Döp.  Haut-Rhin,  Arr.  Colmar,  Cant.  Wintzenheim)
In  Obermorschweier821  konnte  Heiligkreuz  bei  Woffenheim  über  eine  Hufe  verfügen822,
  wobei  es  unsicher  bleibt,  ob  sie  aus  Besitz  der  Egisheimer  Grafen  stammt.

Reguisheim/Regisheim
(F,  Dep.  Haut-Rhin,  Arr.  Guebwiller,  Cant.  Ensisheim)
Die  Herkunft  der  Güter  der  Woffenheimer  Abtei  in  Regisheim823  kann,  ebenso  wie
bei  Obermorschweier,  nicht  als  eindeutig  egisheimisch  ermittelt  werden824.

815  Ebda.,  Nr.  73,  S.  164  f.
816  Ebda,  Nr.  69,  S.  158.
8.7  Clauss,  Wörterbuch,  S.  695.
8.8  Vgl.  dazu  A.  Humm,  Villages  et  hameaux  disparus  en  Basse-Alsace.  Contribution  à
l’histoire  de  l'habitat  rural  (XIIe  -  XVIIIe  siècles),  Strasbourg  1971,  S.  139.
819  Siehe  oben  den  Art.  'Grendelbruch'.
820  Notitiae  Altorfenses,  MGH  SS  XV,2,  Nr.  2,  S.  994;  Grendelbruch  liegt  in  unmittelbarer
Nähe  vom  Burcbercit;  siehe  dazu  Barth,  Handbuch,  Sp.  449  f.
821  Clauss,  Wörterbuch,  S.  802  f.
822  Viellard,  Documents,  Nr.  97,  S.  147-150:  ...  Ad  Morswilre  mansus  (ebda.,  S.  150).
823  Clauss,  Wörterbuch,  S.  877  f.
824  Viellard,  Documents,  Nr.  97,  S.  147-150:  Ad  Regensheim,  in  quo  beneficíales  novem
mansus  sunt,  unusquisque  quinque  siclos  dabit  et  viginli  1res  malteras  (ebda.,  S.  149).

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