Matzenheim
(F, Dep. Bas-Rhin, Arr. Selestat, Cant. Benfeld)
Siehe den Artikel zu 'Heiteren'.
Mertzen
(F, Dep. Haut-Rhin, Arr. Altkirch, Cant. Hirsingue)
Aus dem Ort Mertzen809 erhielt die Woffenheimer Heiligkreuzabtei einen Zins810.
Ob er aus einer Schenkung aus dem Umkreis der egisheimischen Stifterfamilie
resultierte, läßt sich leider nicht feststellen, so daß zweifelhaft beiben muß, ob
Mertzen zu den Besitzungen der Egisheimer Grafen gehört hat.
Moyenvic
(F, Dép. Moselle, Arr. Château-Salins, Cant. Vic-sur-Seille)
Von Besitzungen des Grafen von Metz, die Bistumslehen waren, zeugt eine undatierte
Bestätigungsurkunde von Bischof Stephan von Metz811. Graf Hugo von Metz
verzichtete gegenüber der Zisterzienserabtei von La Crète auf seine Ansprüche auf
die Salzpfanne von Moyenvic812 und übertrug sie ihr zusammen mit zwei Wiesen
und einem Garten aus seinem Besitz, auf dem die Mönche von La Crète ihr Gebäude
errichtet hatten. Er bestätigte der Abtei noch eine Schenkung von Besitzungen in
Moyenvic, die sein Vasall Hoduuanus von Froville vorgenommen hatte813.
Michel Parisse nennt als möglichen Ausstellungszeitraum für die Urkunde 1153-1162814,
wobei die Begründung, die er für den Datierungsvorschlag gibt, nicht
stichhaltig ist. Er gibt an, daß als Terminus post quem für die Ausstellung der
Urkunde das Jahr 1153 zu gelten habe, da Hugo VIII. von Dagsburg ab diesem
Zeitpunkt erst das Metzer Grafenamt erlangt hat. Parisse übersieht jedoch, daß an
keiner Stelle in der Urkunde gesagt wird, daß es sich bei dem Metzer Grafen um
Graf Hugo VIII. von Dagsburg gehandelt hatte. Er wird lediglich als Hugo, comes
Mettensis bezeichnet, was die Identifizierung problematisch macht, denn
bekanntlich hatte Hugo VIII. im Metzer Grafenamt einen gleichnamigen
809 Clauss, Wörterbuch, S. 668.
810 Viellard, Documents, Nr. 97, S. 147-150: Ad Morenze censum, quinque solidos et duos
sextarios et sex panes et carnem duodecim nummorum (Zitat, ebda, S. 148).
8,1 Urkunde von Bischof Stephan von Metz, abgedruckt bei Parisse, Actes, 2ème Série, I,
B, Etienne de Bar, Nr. 113, S. 248.
812 Reichsland III, S. 715 f.
813 Parisse, Actes, 2ème Série, I,B, Etienne de Bar, Nr. 113, S. 248: Notum sit vobis quod
Hugo, comes Mettensis, quicquid sive juste, sive injuste exigebat in sedibus patellarum
salinarum quas fratres de Crista habent apud Mediumvicum, et in aliis possessionibus
suis, duobus videlicet pratis et orto uno in quo predicti fratres domum suam
construxerunt, concessu et assensu nostro libere et sine ulla retentione dimisit et
calumpniam deposuit universam. Insuper quicquid dominus Hoduuanus, homo suus, de
Froevilla apud eundem Mediumvicum predicte ecclesie contulit vel contulerit, sine ulla
retractione concessit.
814 Parisse, Actes, 2ème Série, I,B, Etienne de Bar, Nr. 113, S. 248.
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