Tafel 5
Zur Verwandtschaft der Eberhardiner mit den Saliern
Gerhard
N 00 Hugo III. raucus
Eberhard Gerhard Matfried Hugo 00 Heilwig
Gerhard Hugo Eberhard Leo IX.
Richard v. Metz
Gerhard Adalbert Adelheid 00 Heinrich
Hildegard N Ks. Konrad II.
Ks. Heinrich III.
Die Kinder des Hugo raucus
Von Hugo raucus sind uns aus einer Dorsualnotiz einer Bulle Leos IX. für die
Familienstiftung Altdorf vier Söhne bekannt: Eberhard IV., Hugo IV., Gerhard und
Matfried, die zugunsten der Altdorfer Abtei eine Schenkung tätigten197.
Diese Zuordnung der vier Brüder ist nicht ganz unumstritten. Heinrich Witte
möchte die genannten vier Personen in die Generation Leos IX. einordnen, nämlich
als Söhne Eberhards IV., des Bruders von Hugo IV.198 Ebenso will Emil Kimpen
sie als dieser Generation angehörig betrachten199. Eduard Hlawitschka ordnet aber
Matfried und seine Brüder eine Generation früher an, sieht sie also als Söhne des
Hugo raucus200.
Der ganze in der Dorsualnotiz geschilderte Vorgang weist eher ins frühe 11. Jahrhundert
in die Amtszeit von Bischof Werner I. von Straßburg als in die Werners II
von Straßburg201. Wittes und auch Kimpens Ansatz krankt daran, daß beide
Forscher in der Notiz zwei verschiedene Eberharde, zum einen den verstorbenen
Gemahl der Berta und zum anderen den Bruder Gerhards, Matfrieds und Hugos
197 Notitiae Altorfenses, MGH SS XV,2, S. 994: ... sive predia essent comitis Eberhardi
sive comitis Hugonis vel istorum fratrum Gerhardi et Mafrridi.
198 Witte, Genealogische Untersuchungen, 1. Teil, S. 64. Eberhard IV. ist nach Wittes
Zählung Eberhard V.
199 Kimpen, Rheinische Anfänge, S. 15.
200 Hlawitschka, Anfänge, S. 113 u. Faltblatt nach S. 138.
201 So übereinstimmend bei Witte, Genealogische Untersuchungen, 1. Teil, S. 64; Kimpen,
Rheinische Anfänge, S. 14; Hlawitschka, Anfänge, S. 114; siehe dazu RegBfeStr. I,
Nr. 245, S. 268.
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