Jahre 1107 durch eine Bulle des Papstes Paschalis II. für die Abtei781. Wir erfahren
darin leider nichts über den Zeitpunkt der Schenkung. Herck-la-Ville gehörte
ursprünglich zweifellos zu den Besitzungen des Grafen von Moha. Jedoch läßt sich
nicht feststellen, ob Herck-la-Ville noch vor dem Übergang der Grafschaft Moha an
die Dagsburger Grafen von Albert von Moha an St. Trond gegeben oder ob die
Schenkung erst durch Albert I. von Dagsburg vollzogen wurde, da auch für den
Übergang der Grafschaft Moha an die Dagsburger Grafen kein exakter Zeitpunkt
genannt werden kann. Wir wissen lediglich, daß sie nach 1059, der letztmaligen
urkundlichen Erwähnung Alberts von Moha, erfolgt sein muß782.
Hohnack
(F, Dep. Haut-Rhin, Arr. Ribeauville, Cant. Lapoutroie, Com. de Labaroche)
Der Name der Burg Hohnack783 wird erstmals um die Mitte des 12. Jahrhunderts in
mehreren Urkunden erwähnt784. In einer undatierten, von Mönchen des Klosters
Alspach ausgestellten Urkunde wird ein Luprand von Hohnack genannt785. Die
Urkunde wird von Karl Stenzei um das Jahr 1150 angesetzt786. In einer gleichfalls
undatierten Urkunde, von Stenzei in die Zeit um 1162 datiert, schenkt eine gewisse
Adelheid von Hohnack demselben Kloster ihr Erbgut in dem Ort Bilzheim787.
Schließlich werden noch in einer wiederum undatierten, in der zweiten Hälfte des
12. Jahrhunderts anzusiedelnden Urkunde eines Ulrich von Gotenburg für das
Kloster Pairis ein Dietericus auus meus et Adelheidis auia mea de Honnach788
genannt. Bei der in diesen Urkunden erwähnten Familie, die sich nach der Burg
Hohnack nannte, handelt es sich zweifelsohne um ein Ministerialengeschlecht, das
mit den Klöstern Alspach und Pairis in Beziehung stand und somit vennuüich eine
Verbindung zu den Grafen von Pfirt und auch zu den Egisheimer und Dagsburger
Grafen hatte. Die Burg Hohnack befand sich im 13. Jahrhundert zunächst in der
Hand der Grafen von Pfirt. Schließlich waren sie im Jahre 1251, im Zusammenhang
mit dem Streit um das Dagsburger Erbe, gezwungen, die Burg dem Straßburger
781 Bestätigung des Besitzes von Herck-la-Ville innerhalb der Besitzbestätigung der Abtei
durch Papst Paschalis II. vom 25. Mai 1107, abgedruckt bei Piot, Cartulaire I, Nr. 22, S.
29-33.
782 Zu Albert von Moha siehe auch oben, S. 227 f.
783 Clauss, Wörterbuch, S. 483; Billeru. Metz, Anfänge, S. 282.
784 Die Angabe bei F. Wolff, Elsässisches Burgen-Lexikon. Verzeichnis der Burgen und
Schlösser im Elsaß, Frankfurt a, M. 1979 (= Ndr. d. Ausg, Straßburg 1908), S. 134, und
ebenso bei W. Hotz, Pfalzen und Burgen der Stauferzeit. Geschichte und Gestalt,
Darmstadt 1981, S. 151, Hohnack werde schon 1079 erwähnt, konnte nicht verifiziert
werden.
785 Stenzel, Hirsau und Alspach, Nr. 12, S. 60.
786 Stenzel, Hirsau und Alspach, Nr. 12, S. 60; vgl. dazu Biller u. Metz, Anfänge, S. 282.
787 STENZEL, Hirsau und Alspach, Nr. 2, S. 56: ... dotnina itaque Adelheidis de Hönac
contulit huic domui sancti Johannis et monachis ibi deo servientibus quandam sui iuris
hereditatem in Billolvesheim, quod beneficii datum reddit XU modios annone insuper et
quindecim solidosr, vgl. dazu Biller u. Metz, Anfänge, S. 282.
788 Albrecht, Rappoltsteinisches Urkundenbuch I, Nr. 49, Zitat, S. 61. Zur Diskussion um
die Person der Adelheid siehe ebda, S. 63, Anm. 4,
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