Full text: Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Waret-1 "Évêque 
(B, Prov. Liège, Ait. Huy) 
Siehe oben den Artikel zu 'Moha'. 
Wamant 
(B, Prov. Liège, Ait. Huy) 
Siehe den Artikel zu Wamant-Dreye' 
Wamant-Dreye 
(B, Prov. Liège, Arr. Huy) 
In den beiden Bestandteilen der heutigen Verwaltungsgemeinde Wamant-Dreye, ca. 
20 Kilometer nördlich von Huy gelegen, kann man im 12. und 13. Jahrhundert 
allodialen Besitz der Dagsburger Grafen nachweisen. 
So wurde in Wamant die Hälfte des Zehnten der Remigiuskirche zusammen mit 
anderen Besitzungen von Ermensinde von Namur um das Jahr 1127 an die von ihr 
und ihrem zweiten Gemahl Graf Gottfried von Namur gestiftete Prämonstratenser- 
abtei Floreffe gegeben695. Auch in einer um 1137 von Emiensinde und ihrem 
zweiten Gemahl ausgestellten Schenkungsurkunde für die unweit von Amay 
gelegene Abtei Flöne gab sie Güter in Wamant an diese Abtei696. Diese 
Besitzungen in Wamant, über die Ermensinde verfügte, gehörten ursprünglich in 
besitzrechtlicher Hinsicht sicher der Grafschaft Moha an697 und stammten somit 
aus dem ehemaligem Eigentum von Ermensindes erstem Ehemann, Albert I. von 
Dagsburg-Moha. Dies w ird zusätzlich durch den Umstand belegt, daß Emiensinde 
in der Urkunde für Flöne den Titel einer Gräfin von Moha führt-, obwohl sie schon 
lange mit dem Grafen von Namur verehelicht ist und zumeist als Gräfin von Namur 
urkundet698. Ebenso gab der Enkel Ermensindes, Graf Hugo VIII. von Dagsburg, 
über Floreffe Besitzungen in Wamant an das Floreffe zugehörige Priorat Wanze 
weiter. So beurkundet er im Jahre 1163 neben der Übertragung von einigen Liegen¬ 
schaften und Rechten die Übertragung des Besitzrechtes an der Kirche zu Wamant 
an Wanze699. Der Teil des Zehnten von Wamant, der sich am Anfang des 13. 
695 Neuester Druck der Urkunde bei Rousseau, Actes, Nr. 3, S. 11 f.: Ego Ermensindis, 
comitissa Namucensis, ... dimidiam partem decime de Warnanz, tam minoris 
quam majoris, ad ecclesiam beati Remigii pertinentis, ei contradidi, weiterer Druck bei 
V. Barbier, Histoire, II. ed., tom. II, Nr. 7, S. 6 f. 
696 Neuester Druck der Urkunde bei Rousseau, Actes, Nr. 4, S. 12 f.: Quod comitissa de 
Musal Ermensendis, cum viro suo Namucensi comite Godefrido, donavit beato Matheo 
Flonensis ecclesie unum mansum terre, partim pratum, partim nemus et agrum, et duas 
curtes apud Warnanz, et per manum Reineri de Forcelies suam affectationem eidem 
ecclesie confirmavit. 
697 Siehe DE Marneffe, Recherches, S. 240 f. u. d. Karte. 
698 Zu dieser Problematik siehe das Kapitel 'Die Fehde mit dem Grafen von Namur', 
699 Druck bei V. Barbier, Histoire, II. ed., tom. II, Nr. 41, S. 25 ff.: De mea etiam manu 
concessi et donavi eis donum et investituram de ecclesie de Warnanz in perpetuam et 
liberam possessionem (Zitat, ebda., S. 26). 
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