Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Dagsburg  und  Moha,  und  ihres  Enkels,  Hugos  VIII.  von  Dagsburg  und  Moha,
genannt.  Ein  Hugo  von  Vinalmont  wird  in  der  Zeugenreihe  einer  Urkunde
Erraensindes  aus  dem  Jahre  1137  für  die  westlich  von  Amay  an  der  Maas  gelegene
Abtei  Rone  erwähnt6"^.  Neun  Jahre  später  fungieren  er  und  sein  Sohn  Gerhard
wiederum  als  Zeugen  in  einer  Urkunde  für  Rone,  diesmal  von  Hugo  VIII.
ausgestellt672 675.  In  letzterem  Dokument  werden  sie  als  zur  familia  Musacensi674
gehörig  ausgewiesen.  Dieses  Paar,  Vater  Hugo  und  Sohn  Gerhard,  ist  uns  noch  einmal
  in  der  Zeugenreihe  einer  Urkunde  Hugos  VIII.  für  Neufmousüer  aus  demselben
Jahr  bezeugt675.  Schließlich  begegnet  uns  letztmalig  ein  Hugo  von  Vinalmont  in  der
Zeugenreihe  einer  Urkunde  Hugos  VIII.  aus  dem  Jahre  1154676.  Ob  dieser  Hugo  de
Vinalmont  mit  jenem  in  den  Urkunden  von  1137  und  1146  genannten  Hugo  de
Vinalmont  identisch  ist,  oder  ob  es  sich  um  einen  weiteren  Sohn  des  ersteren
handelt,  ist  nicht  mehr  feststellbar.

Vissoul
(B,  Prov.  Liège,  Arr,  Huy)
Die  im  heutigen  Belgien  zwischen  I^amontzee  und  Mameffe  gelegene  Gemeinde
Vissoul  war  der  ehemaligen  Grafschaft  Moha  und  somit  den  Besitzungen  der
Grafen  von  Dagsburg  und  Moha  zuzurechnen677.  So  fungierte  ein  Wedericus  von
Vissoul,  der  der  familia  von  Moha  angehörte,  als  Zeuge  in  einer  Urkunde  Hugos
VIII.  von  Dagsburg  aus  dem  Jahre  1146  für  das  Kloster  Neufmoustier678.

Vogts  bürg
(D,  Bld.  Baden-Württemberg,  Lkr.  Breisgau-Hochschwarzwald)
Vogtsburg679  war  in  der  ersten  Hälfte  des  10.  Jahrhunderts  in  der  Hand  des  eberhardinischen
  Grafen  Guntram680.  Diesem  Grafen  war  der  Hof  Riegel  samt  seinen
Pertinenzen  von  Otto  I.  952  entzogen  und  an  das  Kloster  Einsiedeln  geschenkt
worden681.  König  Otto  I.  hat  ebenfalls  Vogtsburg  an  Einsiedeln  übertragen,  wie  wir
aus  einem  Diplom  Ottos  II.  vom  17.  August  972  erfahren,  in  dem  er  die  Schen¬672

  Urkunde  Ermensindes  aus  dem  Jahr  1137,  Huy,  AEH,  abbaye  de  Flône,  boîte  de  chartes
1,  n°  6;  Druck  bei  DE  Marneffe,  Recherches,  Nr.  3,  S.  259  f.
673  Urkunde  Hugos  VIII.  von  1146,  Original  in  Huy,  AEH,  abbaye  de  Rône,  boîte  de  chartes
1,  n°  13;  Druck  bei  de  Marneffe,  Recherches,  Nr.  4,  S.  260  f.
674  Ebda.,  Zitat  nach  dem  Original.
675  Urkunde  Hugos  VIII.  von  1146,  Original  in  Huy,  AEH,  abbaye  de  Neufmoustier,  boîte  de
chartes  1,  n°  4;  Druck  bei  de  Marneffe,  Recherches,  Nr.  5,  S.  262  f,:  ...  de  familia
musacensi:  Hugo  de  Winazmont  et  Gerardus  filius  ejus.
676  Druck  bei  de  Marneffe,  Recherches,  Nr.  6,  S.  263:  ...  De  familia:  Hugo  de  Vinazmont.
677  Siehe  ebda,  S.  240.
678  Druck  der  Urkunde,  ebda.,  Nr.  5,  S.  262  f.:  ...  de  familia  musacensi:  ...  Wedericus  de
Viceula  (Zitat,  S.  263).
679  Krieger,  Wörterbuch,  2.  Bd.,  Sp.  1288  f.
680  Siehe  Geuenich,  Graf  Guntram,  S.  13  u.  Karte,  S.  11.
681  Zum  Hochverratsprozeß  gegen  Guntram  siehe  oben,  S.  177-183;  zur  Übertragung  von
Riegel  an  Einsiedeln  siehe  D  H  II  77.

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