Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

nicht  namentlich  genannten  Pertinenzen  wurde  schließlich  von  Otto  I.  an  das
Kloster  Einsiedeln  weiterverschenkt.  Das  entsprechende  Diplom  Ottos  I.  ist
wahrscheinlich  verlorengegangen526,  wir  erfahren  aber  von  dieser  Begabung  durch
die  am  17.  Juni  des  Jahres  1004  in  Zürich  ausgestellte  Bestätigungsurkunde
Heinrichs  II.  für  Einsiedeln527.  Bei  den  übrigen,  in  dem  Diplom  nicht  namentlich
genannten  Pertinenzen  von  Riegel  handelt  es  sich  um  Güter  in  den  Orten
Kirchzarten,  Oberbergen,  Oberrotweil,  Riedlingen,  Tutschfelden,  Unter-Birken  und
Vogtsburg528.  Ob  Liel  den  Pertinenzen  von  Riegel  zuzurechnen  ist,  bleibt
fraglich529 530.
Die  strategische  Bedeutung  des  Hofes  Riegel  ergibt  sich  aus  seiner  Lage.  Die
Straße,  die  an  Riegel  vorbeiführte,  war  im  10.  Jahrhundert  die  einzige  Verbindung
zwischen  Schwarzwald  und  Kaiserstuhl.  Die  Pertinenzen  von  Riegel  unterstützten
diese  Stellung,  so  daß  derjenige,  der  Riegel  in  seiner  Hand  hatte,  die  rechtsrheinischen
  Straßenverbindungen  in  dieser  Region  kontrollieren  und  beherrschen
konnte550.

Riete
(CH,  Kant.  Bern,  Ab.  nicht  bestimmbar)
Siehe  den  Artikel  'Oberer  Aargau'.

Rumendingen
(CH,  Kant.  Bern,  Ab.  Burgdorf)
Siehe  oben  den  Artikel  'Oberer  Aargau'.

Saint-Etienne-au-Mont
(B,  Prov.  Liège,  Anr.  Huy)
Zum  Ausstattungsgut  der  von  Albert  II.  von  Dagsburg  gestifteten  Abtei  Val-Notre-Dame
  gehörte  auch  die  Kirche  de  monte  Sancti  Stephani  mit  Zubehör  und
Patronatsrecht531.  Sie  ist  somit  als  ehemalige  Besitzung  der  Grafen  von  Moha
aus  gewiesen.  Bei  der  hier  behandelten  Örtlichkeit  handelt  es  sich  um  Saint-Etienneau-Mont
  in  Statte,  einem  Vorort  von  Huy,  deren  Kirche  früher  zu  Wanze  gehört
hatte532.

526  Siehe  dazu  die  Vorbemerkung  zu  D  H  II  77,  S.  97.
527  D  H  II  77,  S.  98.  Siehe  das  Zitat  auf  S.  408  in  Anm.  111.  -  Vgl.  auch  J.  A.  Kraus,
Geschichte,  S.  545-549,  neuerdings  Salzgeber,  Landschenkungen,  S.  250.
528  Siehe  dazu  die  Art.  zu  den  einzelnen  Örtlichkeiten.
529  Siehe  dazu  den  Art.  zu  'Liel'.
530  Siehe  dazu  H.  Büttner,  Geschichte  des  Elsaß  I,  S.  160.
531  Original  in  Huy,  AEH,  l’abbaye  du  Val-Notre-Dame,  boite  de  chartes,  n°  1.  Siehe  im
Anhang,  Urkunde  Nr.  14.
532  Freundliche  Mitteilung  von  Herrn  Pierre  Bauwens,  Archives  de  1  'Etat  ä  Huy.

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