Nach der Scheidung Gertruds von Theobald von der Champagne beanspruchte
dieser weiterhin die Mitgift seiner ehemaligen Frau221, was möglicherweise die
Ursache der kriegerischen Verwicklungen zwischen Theobald von der Champagne
und der Stadt Metz im Jahre 1222 war222. Nach dem Tode Gertruds 1225 ist
Gondreville gemäß den Vertragsbestimmungen wieder an Herzog Matthäus
zurückgefallen, und dieser übergab schließlich Gondreville seiner Gemahlin
Katharine von Limburg zur Ausstattung223.
Grendelbruch
(F, Dep. Bas-Rhin, Arr. Molsheim, Cant. Ros heim)
Graf Hugo III. raucus schenkte der Abtei Altdorf die Kirche des im Breuschtal
gelegenen Ortes Grendel bruch224 mit Zubehör225 und Zehnten226. Außerdem
gehörte zu der Schenkung Hugos III. der nicht näher umrissene Waldzehnte für den
zu diesem Ort gehörenden Wald227. Grendelbruch ist ebenso wie Baremberg dem
alten Allodialgut der Egisheimer Familie zuzurechnen, das sich um die namentlich
mcht mehr bekannte Burg auf dem sogenannten Burcberck gruppierte228.
habebam ibi in omnibus /nodis & cotrunodis (ebda.). Gondreville wird wohl unter diese
Besitzungen zu subsumieren sein, da Herzog Matthäus auch bezüglich dieses Ortes - und
nicht nur für Nancy - die Zustimmung seiner Mutter benötigte.
221 Vgl. Wampach, Urkunden- und Quellenbuch, 2 Bd., Nr. 140, S. 157.
222 Ebda
223 Urkunde von Herzog Matthæus von Lothringen vom September 1225, abgedruckt bei
Calmet, Histoire ecclésiastique, 2. Bd., 1. Aufl., preuves, col. 437: Ego Mathœus Dux
Lothoringiœ & Marchio, universis ad quos prœsens scriptum pervenerit, notum facio,
quod Katherinam filiam Domini Walranni, ducis de Letnboug, & comitis de Iaixembourg,
uxorem meam, dotavi de Castello meo de Bittes, cum appenditiis omnibus, & hominiis, &
de castello Gondreville similiter, cum appenditiis & hominiis, et hœc prœdicta duo
castella cum appenditiis, ei debeo facere valere singulis annis quingentas libras
Metenses. - Regest in Le Mercier deMoriere, Catalogue, Nr. 54, S. 125 f.; vgl.
Taveneaux - Parisse u. a., Histoire, S. 51. Vgl. auch Mohr, Lothringen, 3. Bd., S. 57
und Pfister, Nancy, 1. Bd., S. 128.
224 Clauss, Wörterbuch, S. 403 f.
225 Notitiae Altorfenses, MGH SS XV,2, Nr. 2, S. 994: Hugo comes acquievit, sed magna
maioribus cumulavit beneficiis; siquidem ... ecclesiam Grendelbruch cum pertinentiis
suis, zu der Schenkung vgl. auch Sieffert, Altdorf, S 94 f.
226 Hugo raucus schenkte der Abtei den Zehnten der Orte, welche der Länge und Breite nach
um den Burgberg lagen, so die Notitiae Altorfenses, MGH SS XV,2, Nr. 2, S. 994.
Grendelbruch liegt in unmittelbarer Nähe vom Burgberg, Sieffert, Altdorf, S. 94,
identifiziert die Burg auf dem Burgberg unrichtig mit der Burg Girbaden. Zu der Burg
auf dem Burgberg siehe den Art. 'Burcberck'.
227 Notitiae Altorfenses, MGH SS XV,2, Nr. 3, S. 994: ... cum banno et decimas ex silva in
Berenbac et Grendelbac, zum Waldzehnt von Grendelbruch vgl. Sieffert, Altdorf, S.
95.
228 Zu der Burg auf dem Burgberg siehe oben den Art. 'Burcberck'.
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