Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

rechte  an  Egisheim  ebenso  wie  die  Burg  Hoh-Egisheim  unter  den  einzelnen  Erben
Heinrichs  I.  von  Dagsburg-Egisheim  aufgeteilt  worden  sind172.
Besitzungen  und  Rechte  im  Egisheimer  Bann  waren  mit  der  Walhenburg  im
Verlauf  des  Streites  um  die  Dagsburger  Erbschaft  an  den  Straßburger  Bischof
Berthold  von  Teck  gefallen,  der  diesen  Komplex  dem  Grafen  von  Pfirt  zu  Lehen
gab173.  Daß  mit  der  Walhenburg  Güter  im  Egisheimer  Bann  verbunden  waren,
beweist  uns  eine  Urkunde  vom  März  1259,  mit  der  Bischof  Heinrich  111.  von
Straßburg  seinem  Vogt  in  Ruffach  befiehlt,  die  im  Egisheimer  Bann  liegenden
Güter  des  Werner  von  Hattstatt,  die  jener  von  dem  Grafen  von  Pfirt  und  dieser
wiederum  von  der  Straßburger  Kirche  zu  Lehen  hatte,  nicht  zu  beeinträchügen174.

Eichhof/Eichhol  z
(CH,  Kant.  Solothurn,  Ab.  Bucheggberg)
Siehe  oben  den  Artikel  'Oberer  Aargau'.

Eichhofen
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  Arr.  Selestat,  Cant.  Barr)
Angeblich  hat  Papst  Leo  IX.  im  Jahr  1051  oder  1053  eine  Kapelle  in  dem  Ort
Eichhofen,  der  der  Abtei  Altdorf  gehörte,  geweiht175.  Es  wird  nicht  gesagt,  wie  die
Kapelle  in  Eichhofen  in  den  Besitz  der  Altdorfer  Abtei  gelangte176.  Allerdings  ist
zu  vermuten,  daß  sie  ursprünglich  aus  altem  egisheimischen  Allodialbesitz
stammte,  da  die  Grafen  auch  als  Vögte  von  Eichhofen  aufgetreten  sind177.

Eigenbilzen
(B,  Prov.  Liinbourg,  Arr.  Tongres)
Graf  Albert  II.  von  Dagsburg  hatte  Güter  in  dem  Bilzen  benachbarten  Eigenbilzen
inne,  das  er  schließlich  der  Abtei  Herckenrode  übertrug178.  Eigenbilzen  gehörte  zu
dem  Besitzkomplex  um  Bilzen  und  Kolmont,  um  den  in  den  siebziger  Jahren  des
12. Jahrhunderts  zwischen  den  Brüdern  Hugo  IX.  und  Albert  II.  von  Dagsburg

172  Zur  Aufteilung  der  Burganlage  Hoh-Egisheim  siehe  unten  den  Art.  'Hoh-Egisheim'.
173  Urkunde  aus  dem  Jahr  1251,  abgedruckt  bei  Schöpflin,  Alsatia  diplomatica,  I.  Bd.,  Nr.
544,  S.  405  f.;  siehe  dazu  den  Art.  'Hoh-Egisheim'.
174  Siehe  RegBfeStr.  II,  Nr.  1556,  S.  170.
175  Notitiae  Altorfenses,  MGH  SS  XV,2,  Nr.  1,  S.  993:  Item  similiter  dedicavit  capelam
nostram  in  Eychof  apud  Itenwiler  die  Hilarii.
176  Siehe  Sieffert,  Altdorf,  S.  92.
177  Siehe  unten  im  Kapitel  'Vogteien  und  Patronate'  den  Art.  'Eichhofen'.
178  Urkunde  von  Graf  Ludwig  und  Gräfin  Ada  von  Loon  vom  Jahr  1213,  abgedruckt  bei
Wolters,  Herckenrode,  Nr.  2,  S.  59  f.:...  pro  alodio  quondam,  quod  conventusfidelium
de  Herkenrode  in  Eigenbilsen  a  Comité  pie  tnemorie  Alberto  de  Dalbruck  tenebat  (Zitat,
ebda,  S.  59).

418
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.