Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

lieh  wirtschaftlich  nutzen  wollte,  Zugang  zur  Zinsei  verschaffen  und  zum  Schaden
der  Abtei  den  Flußlauf  verändern  und  für  seine  Zwecke  nutzen  könnte.  Wegen  der
nachdrücklichen  'Bitte'  Hugos  um  die  Überlassung  der  Wiesen  scheinen  diese  Befürchtungen
  der  Mönche  nicht  unbegründet  gewesen  zu  sein.  Ob  diese  sich  letztendlich
  bewahrheitet  haben  oder  mcht,  entzieht  sich  unserer  Kenntnis,  da  in  den
Quellen  dazu  nichts  verzeichnet  ist.

Dreye
(B,  Prov.  Liège,  Arr  Huy)
Siehe  den  Artikel  zu  Wamant-Dreye'.

Dürrenstein
(F,  Dép.  Moselle,  Arr.  Sarrebourg,  Cant.  Sarrebourg,  Com.  de  Walscheid)
Siehe  den  Artikel  'Dabo/Dagsburg'.

Duttlenheiin/Düttlenheim
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  Arr.  Molsheim,  Cant,  Molsheim)
Hugo  III.  raucus  schenkte  der  von  seinem  Vater  begonnenen  und  von  ihm
vollendeten  Stiftung  Altdorf  in  dem  unweit  Molsheim  gelegenen  Ort  Düttlenheim
  167  einen  Hof  mit  dem  Bann  dieses  Dorfes  und  dem  Recht  der  Mast167 168.
Düttlenheim  gehörte  folglich  zu  altem  egisheimischen  Allodialbesitz.

Eguisheim/Egisheim
(F,  Dep  Haut-Rhin,  Arr.  Colmar,  Cant.  Wintzenheim)
Der  unter  der  Burganlage  Hoh-Egisheim  gelegene  Ort  Egisheim169  scheint  altes
eberhardinisches  Allod  gewesen  zu  sein170.  Die  Vielzahl  der  geistlichen  Institutionen,
  die  in  diesem  Ort  begütert  waren171,  läßt  den  Schluß  zu,  daß  Egisheim  als
ein  zentraler  Ort  im  Oberelsaß  angesehen  wurde.  Es  ist  zu  vermuten,  daß  die  Besitz¬167

  Clauss,  Wörterbuch,  S.  274  f.
168  Notitiae  Altorfenses,  MGH  SS  XV,2,  Nr.  2,  S.  994:  Hugo  comes  acquievit,  sed  magna
maioribus  ciunulavit  beneficiis;  siquidem  ...  curiam  Tuttelheim  cum  banno  villae  ipsius
et  iustitiam  quae  vulgo  dicitur  maslh  ...;  zu  der  verwickelten  Geschichte  der  Herkunft  der
einzelnen  Besitzungen  des  Klosters  Altdorl  in  und  lim  Düttlenheim  siehe  Sieffert,
Altdorf,  S.  89-92.
169  Clauss,  Wörterbuch,  S.  295-300;  zu  Egisheim  siehe  auch  A.  Scheelen,  Egisheim.  Dorf
und  Stadt.  Vorgeschichte  und  Geschichte.  Die  Grafen,  Schlösser,  Ding-  und  Klosterhöfe
von  Egisheim,  Colmar  1929.
170  Vgl.  Clauss,  Wörterbuch,  S.  297.
171  Begütert  in  Egisheim  waren  die  Klöster  Ebersheimmünster,  Eschau,  Hohenburg,
Hugshofen,  Maursmünster,  Münster  im  Gregorienlal  und  Pairis  sowie  die  Stifte
Lautenbach  und  Marbach,  siehe  Clauss,  Wörterbuch,  S.  295  f.

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