Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Forst  ein  Gut  in  Dauendorf  gegen  eine  Bezahlung  von  30  Pfund:  Notum  igitur  sit
tam  futuris,  quam  presentibus,  quod  ego  Hugo  comes  de  Tagesburch  pro  remedio
anime  mee  parentumque  meorum  contuli  ecclesie  in  Nuwenburc  fratribusque  inibi
Deo  famulantibus  predium  in  Tochindorf  triginta  liberarum  precio  comparatum148.
Die  Urkunde  Graf  Hugos  VIII.  ist  der  einzige  Beleg  für  dagsburgische  Güter  in
Dauendorf.  Weitere  Besitzungen  der  Dagsburg-Hgisheimer  Grafen  in  diesem  Ort
können  nicht  festgestellt  werden149.

Demosande
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  näheres  nicht  zu  bestimmen)
Der  Zehnte  und  der  Bann  einer  Örtlichkeit  namens  Demosande  gehörten  zum
Ausstattungsgut  der  Abtei  Altdorf,  das  ihr  von  der  Grafenfamilie  der  Eberhardiner
zugewiesen  wurde150.  Der  Ort  läßt  sich  heute  nicht  mehr  identifizieren,  war  aber
aller  Wahrscheinlichkeit  nach  im  Breuschtal  gelegen.

Deroberde
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  näheres  nicht  zu  bestimmen)
Der  Zehnte  und  Bann  von  Deroberde  gehörten  ebenso  wie  Demosande  zum
Ausstattungsgut  des  Klosters  Altdorf151.  Auch  Deroberde  ist  heute  nicht  mehr  zu
bestimmen.  Der  Ort  wird  wohl,  da  er  zusammen  mit  Demosande  genannt  wird,
in  der  Nähe  dieses  Ortes  gelegen  sein.

Domèvre-sur-Vezouze
(F,  Dép.  Meurthe-et-Moselle,  Arr.  Lunéville,  Cant.  Blâmont)
Siehe  oben  den  Artikel  'Albegau'.

Dorlisheim
(F,  Dep.  Bas-Rhin,  Arr.  Molsheim,  Cant.  Molsheim)
Der  im  Süden  von  Molsheim  gelegene  Ort  Dorlisheim  ist  zweifellos  Eigengut  des
Grafen  Guntram  aus  der  Egisheimer  Familie  gewesen152.  Guntram  schenkte  den
vierten  Teil  der  Kirche  von  Dorlisheim  der  von  seinem  Bruder  Eberhard  begonnenen
  und  von  seinem  Neffen  Hugo  raucus  vollendeten  Stiftung  Altdorf,  wie  aus

148  Druck  der  Urkunde  bei  Würdtwein,  10.  Bd.,  S.  58-60,  Zitat,  S.  58  f.
149  Zu  der  Besitzverteilung  in  Dauendorf  siehe  Clauss,  Wörterbuch,  S.  240.  -  Zu  den
Rechten  und  Besitzungen  der  Abtei  Neuburg  siehe  auch  Hessel,  Elsässische  Urkunden
vornehmlich  des  13.  Jahrhunderts,  S.  7-9
150  Notitiae  Altorfenses,  MGH  SS  XV,2,  Nr.  3,  S.  995:  ...  sive  predia  essent  comitis
Eberhardi  sive  comitis  Hugonis  vel  istorum  fratrum  Gerhardi  et  Maffridi,  et  decimas
proprii  fundi  sancti  Cyriaci  ...et  decimas  in  Deroberde  et  in  Demosande  cum  banno.
151  Notitiae  Altorfenses,  MGH  SS  XV,2,  Nr.  3,  S.  995,  siehe  das  Zitat  in  Anm.  151.
152  Vgl.  dazu  Hlawitschka,  Anfänge,  S.  113  f.;  Zotz,  König  Otto  !.,  S.  74.

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