Mathilde bezeichnet den Gründer der Abtei als ihren attavus141, also als ihren
Urgroßvater oder Ahn, folglich ist ihre Zugehörigkeit zur Familie der Dagsburg-Egisheimer
belegt142 und damit Dambach als deren Allodialbesitz ausgewiesen.
Auch zeigen sich in der Folgezeit weitere Vergabungen der Dagsburger aus ihren
Dambacher Gütern an ihnen nahestehende Abteien. So haben Hugo VIII. von
Dagsburg und seine Mutter Gertrud noch vor dem Jahr 1147 der Abtei Etival in
Dambach liegende Güter geschenkt, wie aus einer Bulle Papst Eugens III. vom 6.
September 1147 ersichtlich wird143. Weiterhin erfahren wir aus einer Urkunde des
Straßburger Bischofs Rudolf, daß ebenfalls Hugo VIII. Rechte im Dambacher Bann
an die Zisterzienserabtei Baumgarten übertragen hat144. Die Rechte im Dambacher
Bann hat dann Albert II. im Jahre 1197 der Abtei bestätigt145. Dambach ging nach
dem Erlöschen des dagsburgisehen Geschlechtes in den Besitz des Straßburger
Bistums über146.
Dauben schlagfel sen
(F, Dep. Bas-Rhin, Arr. Saveme, Cant. Saveme, Comm. d'Emolsheim-les-Saveme)
Siehe den Artikel ’Warthenberg'.
Dauendorf
(F, Dep. Bas-Rhin, Arr. Haguenau, Cant. Haguenau)
In dem westlich von Hagenau, auf halbem Wege nach Bouxwiller gelegenen Ort
Dauendorf hatten die Grafen von Dagsburg-Egisheim Besitzrechte147. Im Jahre
1178 übergab Graf Hugo VIII. von Dagsburg dem Kloster Neuburg im Heiligen
141 Viellard, Documents, Nr. 97, S. 147: Domnus Hugo attavus meus, dum construxeret
hunc locum, surreptus morte, reliquit filio suo glorioso heredi Leoni ad perficiendum.
142 Zu den genealogischen Zusammenhängen und zu den Problemen um jene Mathilde siehe
oben, S. 51 ff.
143 Eugenii III Romani pontificis epistolae et privilegia, 1. Bd., in: MPL 180, Sp. 1275.
144 Vidimus aus dem 16. Jahrhundert in Straßburg, AD BR, G 1308 (a): Insuper
notificandum est, quod predictus comes [= Hugo VIII.] etiam dedit prefato cenobio ...et
usuaria et pasturas ad omnia cuiuslibet generis animalia et ligna ad ignes et
marimandum per totum bannum de Hohenwart et de Dambaco eidem concessit. Druck
bei Würdtwhn, 10. Bd., Nr. 13, S. 35-38, allerdings fehlerhaft. So fehlt im Druck das
Wort marimandum, siehe auch die folgende Anm. - RegBfeStr. I, Nr. 595, S. 345 f. Zur
Diskussion um das Datum der Schenkung siehe oben den Art. 'Burgerith'.
145 Vidimus aus dem 16. Jahrhundert in Strasbourg, AD BR, G 1308 (a): Inde est, quod ego
Albertus comes de Daguesburg notum facio omni generationi que nunc est et que ventura
est, quod ego domum de Boumgarten sub mea suscipio protectione, et cum ceteris
possessionibus suis ... confirmo etiam eidem ecclesie et fratribus in ipsa domo deo
servientibus usuaria et pasturas ad omnia cuiuslibet generis animalia et ligna ad ignes et
ad marimandum per totum bannum de Tambaco et de Hohenwart et ubicumque
dominium meu/n extenditur. Fehlerhafter Druck der Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd.,
Nr. 62, S. 181 f. Das Wort marimandum wird hier fehlerhaft als edificandum
transkribiert.
146 Vgl. J. Fritz, Territorium, S. 109; Clauss, Wörterbuch, S. 233; Reichsland III, S. 198 f.
147 Clauss, Wörterbuch, S. 240.
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