und 1179 ausgestellt worden ist102, erfahren. Hierin bestätigte der Bischof die
Schenkung Hugos VIII. und übertrug zusätzlich auch seine eigenen Rechte an diesem
Gebiet an das besagte Kloster103. Wie aus dem Urkundentext hervorgeht,
bezeichnet Burgerith einen Berg zwischen Andlau und Baumgarten104, der rechdich
dem Straßburger Bischof unterstand105.
Burkheim
(D, Bld. Baden-Württemberg, Lkr. Breisgau-Hochschwarzwald)
Der nordwestlich von Freiburg im Breisgau am rechten Rheinufer gelegene Ort
Burkheim106 gehörte zu den Besitzungen des Grafen Guntram in der Breisgaugrafschaft,
die von König Otto I. im Zusammenhang mit dem Hochverratsprozeß gegen
102 Zur Diskussion um die Datierung der Urkunde vgl. RegBfeStr. I, Nr. 595, S. 345 f. Hier
wird als Datierung das Jahr 1151 für die Schenkung Hugos vorgeschlagen, wie es in der
aus dem 16 Jahrhundert stammenden Abschrift der Bestätigungsurkunde von Bischof
Rudolf von Straßburg in Straßburg, AD BR, G 1308 (a), angegeben ist. Im Druck der
Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd., Nr. 13, S. 35-38, findet sich die Jahresangabe 1171.
Paul Wentzcke in RegBfeStr I, Nr. 595, S. 346, vermutet, daß die Jahreszahl 1171 wohl
auf einer willkürlichen Änderung Grandidiers beruhe, was durchaus wahrscheinlich
erscheint. Allerdings kann das in der Abschrift aus dem 16. Jahrhundert angegebene Jahr
1151 auch nicht richtig sein. Als Ausstellungsjahr für die Urkunde Rudolfs kommt es
keinesfalls in Frage, da Rudolf erst 1163/64 Bischof wurde (siehe RegBfeStr. 1, Nr. 578
u 579). Das Ausstellungsdatum der Urkunde Rudolfs bleibt also ungewiß. Als
Zeitrahmen kann lediglich die gesamte Amtszeit Rudolfs angegeben werden (so
RegBfeStr. I, Nr. 595, S. 345). Wentzcke schlägt in RegBfeStr I, Nr. 595, S. 346, vor,
die Angabe 1151 auf das Datum der in der Urkunde genannten Schenkung Graf Hugos
von Metz und Dagsburg zu beziehen, was m. E. ebenfalls nicht ganz zutrifft, da Graf
Hugo hier Hugo Comes Melensis <& de Daxburch genannt wird. Der Dagsburger Graf
hatte aber im Jahre 1151 die Grafschaft Metz noch nicht inne, sondern erhielt diese erst
einige Jahre später (vgl. dazu oben das Kapitel 'Die Erwerbung der Grafschaft
Metz'), so daß für die Donation Hugos als terminus post quem der Zeitraum 1153/54 in
Frage kommt.
103 Abschrift aus dem 16. Jahrhundert in Straßburg, AD BR, G 1308 (a): Ego Rudolfus dei
gratia Argentinensis episcopus tiotum facio presentibus pariler et futuris, quod Hugo
comes Metensis et de Daxburck precibus bonorum virorum contulit Sande Marie et
fratribus de Boumgartten pro remedio anime sue quicquid habebat in monte de
Burgerith, scilicet a via que ascendit montem predictum contra Boumgartten. et vadit
versus Büchsperg usque ad altum montem, et inde extendit se versus Andelo usque ad
altitudinem Uhus montis, deinde vadit per vallum retro vetus castrum, quod pater suus
olitn edificare voluit, et sic descendit ad prediclam viam, que vadit de Boumgartten,
Druck der Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd., S. 35-38, Zitat nach der Abschrift aus d.
16. Jahrhundert - RegBfeStr. I, Nr. 595, S. 345 f.
104 Vgl. auch RegBfeStr. I, Register, S. 392.
105 Abschrift aus dem 16. Jahrhundert in Straßburg, AD BR, G 1308 (a):... et quia predictus
mons in parte nostri juris erat, nos de consensu et voluntate nostri capituli, necnon
volunlate hominum nostrorum de Ephi etiam eis contulitnus et conferimus quicquid infra
loca prenominata habebamus, ut particeps simus omnium bonorum, que in illa novella
plantatione de cetero fient. Druck der Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd., S. 35-38; -
RegBfeStr. I, Nr. 595, S. 345 f.
106 Krieger, Wörterbuch, 1. Bd., Sp. 352-355.
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