Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

eingezogenen  elsässischen  Güter  Guntrams,  Colmar  und  Hüttenheim,  geschenkt
werden,  nimmt  Otto  die  ehemaligen  Besitzungen  Guntrams  in  Brumath
ausdrücklich  aus90.  Da  der  König  schon  953  die  30  Hufen,  welche  in  Brumath  und
dessen  Umgebung  lagen,  an  das  Kloster  Lorsch  geschenkt  hatte,  wäre  eine  solche
Ausschließungsklausel  in  der  Urkunde  von  959  überflüssig,  wenn  die  in  beiden
Urkunden  genannten  Bnimather  Besitzungen  identisch  wären.  Folglich  muß  es  sich
bei  den  in  der  Urkunde  vom  14.  April  959  erwähnten  Gütern  um  andere  ehemalige
Besitzungen  Guntrams  in  Brumath  gehandelt  haben,  die  aller  Wahrscheinlichkeit
nach  dem  obengenannten  Fiskalgut  entsprechen  und  die  später  ebenfalls  wieder  in
Forscher  Besitz  zu  finden  sind91.

Büren  zum  Hof
(CH,  Kant.  Bern,  Ab.  Fraubrunnen)
Siehe  den  Artikel  'Oberer  Aargau'.

Buggingen
(D,  Bld.  Baden-Württemberg,  Lkr.  Breisgau-Hochschwarzwald)
Der  südwestlich  von  Freiburg,  an  der  Straße  nach  Basel  gelegene  Ort  Buggingen92
gehörte  zu  den  breisgauischen  Besitzungen  des  Grafen  Guntram.  Buggingen  wurde
von  König  Otto  I.  im  Zusammenhang  mit  dem  Prozeß  gegen  Guntram  im  Jahre  952
konfisziert  und  fast  zehn  Jahre  später,  am  21.  Februar  des  Jahres  962,  an  Bischof
Konrad  von  Konstanz  gegeben93.  Nach  dem  Tod  von  Bischof  Konrad  sollten  diese
Besitzungen  -  laut  den  Bestimmungen  des  Diploms  -  auf  die  Konstanzer  Kanoniker
übergehen94.

90  D  O  I  201,  S.  281:  ...  excepto  Pruomadcum  sua  perlinentia;  vgl.  dazu  Zorz,  König  Otto
I., S.  75  f.
91  Die  Aufzeichnung  Hube  et  Ville  de  Brutnai  in  Glöckner,  Codex  III,  Nr.  3682,  S  180,
die  Glöckner  als  zwischen  1088  und  1102  entstanden  datiert  (ebda.,  Anm.  zu  Nr.  3682),
nennt  noch  Orte,  die  nicht  in  D  O  I  166,  erwähnt  werden,  z.  B.  Krautweiler,  Kriegsheim
und  Rottelsheim,  also  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  zu  dem  ehemaligen  Fiskalgut  gehört
haben;  vgl.  dazu  Zotz,  König  Otto  I.,  S.  75  f.
92  Krieger,  Wörterbuch,  1.  Bd.,  Sp.  334  f.
93  D  O  I  236,  S.  327  f.:  Notum  sit  ....  qualiter  nos  ....  nostro  fideli  Chuonrado
Constantiensis  ecclesiae  presuli  in  proprium  donamus  atque  traditnus  talem  proprietatem
qualem  visus  est  habere  Cuntramnus  comes  in  pago  Prisecgeuue  in  comitatu  Pirihtibonis
in  locis  denominatis  Puckinga,  Uringa,  Muron  ctun  omnibus  eisdem  locis  pertinentibus.
94  D  O  I  236,  S.  327  f.:  ....  ex  integro  prenominato  Chuonrado  episcopo  donamus,  ea
scilicet  racione  ut  predicta  loca  teneat  atque  ad  terminum  vile  suae,  et  post  obitum  vite
suae  ...  canonicis  in  Constantiensi  ecclesia  deo  servientibus  ....  ad  victum  et  vestitum
ipsorwn  donamus  atque  tradiinus  prenominata  loca  cum  omnibus  utensiliatibus  superius
predictis  firmiter  atque  perpetualiter  absque  ullius  contradictione  vel  molestatione
tenendum  ac  possidendum,  ut  ipse  prememoratus  habere  dinoscebatur  Guntramnus,
antea  quam  in  nostrum  regium  ius  in  nostro  palacio  Augustburc  iudicata  fuissent  pro
ipsius  corrunissu.

405
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.