die Auseinandersetzungen des Bischofs mit dem Grafen von Bar und dem Metzer
Patriziat nicht auf seiten der Gegner des Bischofs einzugreifen1322. Als
Gegenleistung für Simons Verzicht auf die Metzer Grafschaft gab der Bischof an
den Leininger mit Dorlisheim, Hersbach und Mühlbach Fembesitz der Metzer
Kirche zu Lehen1323. Ingo Toussaint hat sicher recht, wenn er in dieser Belehnung
Simons durch Johann ein Abgehen von der früheren Politik des Bischofs sieht,
indem der Bischot nun versuchte, eine Friedenssicherung durch Zugeständnisse zu
erreichen1324. Der Vertrag vom 16. März 1234 bildete den Abschluß der Auseinandersetzungen
um die Grafschaft Metz und die Metzer Kirchenlehen der
einstigen Dagsburger Grafen. Ein Graf von Metz als Hochvogt des Bistums existierte
fortan nicht mehr, den Metzer Bischöfen war nun der Weg zur Landes -
herrschaft geebnet1325. Simon von Leiningen hat sich anscheinend mit der Belehnung
von Metzer Fembesitz abgefunden und unterstützte sogar in der Folgezeit
Johann von Apremont bei dessen Zwistigkeiten mit dem Metzer Patriziat132^. In
den Folgejahren ging Bischof Johann daran, die Befestigungsanlagen von Sarrebourg,
Saaralben, Herrenstein und Türkstein auszubessem und zu erweitern1327.
Berthold von Teck und das Dagsburger Erbe im Elsaß
Im Elsaß gestalteten sich die Verhältnisse komplexer, da in diesem Gebiet nicht nur
Simon von Leiningen als Anwärter auf das Dagsburger Erbe auftrat, sondern auch
einige mit Gertrud von Dagsburg blutsverwandte Familien, so die Grafen von Pfirt,
die Markgrafen von Baden und die ebenfalls mit der verstorbenen Gräfin blutsverwandten
Staufer. Dazu gesellte sich schließlich noch der nicht mit Gertrud
de centum; comitem Sarepontis de centum; comitem Geminipontes de ducentis; ßlios
domini de Garodelake, de consensu patris ipsorum, de centum; dominum Marbodonem
de quinquaginta; dominum Johannem de Syberc de quinquaginta; dominum Albricum
de Roseriis de quinquaginta; dominum Walterum de Brukes de quinquaginta.
1322 Ebda, S. 320: Nec est pretereundum quod ego sepedicto domino episcopo, sub eodem
juramento et eisdem ostagiis, promisi quod de guerra, quam dictus episcopus habet
contra comitem Barrensem ei cives Me tenses et ipsorum auxiliatores, nulla ratione pro
quocunque homine vel pro quacunque causa cum eidem episcopo me opponam.
1323 Ebda., S. 318: ... ipse vero dominus episcopus Doresevin, Herwenspach et Milspach
michi dedit in feodum; et ego ei propter hoc homagiumfeci.
1324 Siehe Toussaint, Grafen, S. 125.
1325 Siehe die Einschätzung von H.-W. Herrmann, Zum Stande der Erforschung der frühund
hochmittelalterlichen Geschichte des Bistums Metz, in: RheinVjblt. 28, 1963, S
191.
1326 Gesta episcoporum Mettensium, continuatio altera, MGH SS X, S. 548 f.: ... vir idem
resumens vires animi, in Teuthoniam ad gentes extraneas se convertit, ubi illustrium
virorum de Evrestein et de Daborc comitum et aliorum multorum nobilium, qui in
habenda milicia potentes erant, auxilium imploravit. Qui sibi cum prece tum precio
unanimiter adherentes, collecto magno exercitu ipsum sunt secuti, et in tantum
processerunt, quod se super Moselle fluvium receperunt.
1327 Ebda., S. 550: Nam in oppido Saleborc, quod tempore predecessoris sui ardenti
desiderio fuerat inchoatum, munitionibus, insignibus, turribus et fossatis et murorum
propugnaculis fortissimis consummavit, et de Alba, de Herrestein et de Drukestein
turres et tnuros in melius reparavit, novas cisternas profundando.
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