Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

erklären,  wenn  die  Mutter  Heinrichs  von  Kirkel  dem  Dagsburger  Hause  entstammen
  würde.  Dies  verdeutlicht  Tafel  11,  in  die  nur  die  für  unseren  Zusammenhang
relevanten  Personen  eingetragen  sind686.

Tafel  11
Zur  consanguinitas  zwischen  Heinrich  von  Kirkel  und  Heinrich  von  Blieskastel
Albert  I.  v.  Dagsburg  <»  Ermensinde  v.  Luxemburg

Gertrud  co  Hugo  VII.  Mathilde  oo  Folmar  v.  Metz
Hugo  VIII.  oo  Luitgart  v.  Sulzbach  Clementia  °o  Folmar  I.  v.  Blieskastel
Ludwig  I.  v.  oo  Gertrud  Folmar  II.  v.  Blieskastel
Saarwerden  |
Heinrich  v.  Kirkel  Heinrich  v.  Blieskastel

Nach  den  Vermutungen  von  Hans-Walter  Herrmann  hat  Gertrud  als  Mitgift  das
Patronatsrecht  der  Kirche  St.  Georg,  in  der  Metzer  Vorstadt  gelegen,  was  durch  die
Aussage  der  eingangs  zu  diesem  Kapitel  zitierten  Metzer  Chronik  gestützt  wird687,
das  der  Pfarrkirche  zu  Maxe,  die  Burg  Montoy  und  einen  Wald  namens  St.  Georg,
bei  Essey  gelegen,  in  die  Ehe  gebracht688.
Aus  der  Ehe  Gertruds  von  Dagsburg  mit  Graf  Ludwig  I.  von  Saarwerden  gingen
neben  den  schon  erwähnten  beiden  Söhnen  namens  Ludwig  und  Heinrich  von
Kirkel  noch  drei  weitere  Kinder  hervor689.  Wann  Gertnid  gestorben  ist,  läßt  sich
leider  mangels  Quellen  nicht  ermitteln.

Die  Gemahlin  Theoderichs  I.  von  Hochstaden  und  ihre  Nachkommenschaft
Die  andere  bekannte  Tochter  Hugos  VIII.  und  Luitgarts,  deren  Namen  wir  nicht
kennen  -  möglicherweise  heißt  sie  ja  Luitgart,  wie  die  Forschung,  ohne  einen
Quellennachweis  beibringen  zu  können,  immer  wieder  hartnäckig  behauptet  -,  ist
mit  Graf  Theoderich  I.  von  Hochstaden  verheiratet  worden.  Von  dieser  Ehe

686  Vgl.  die  Tafeln  bei  Parisse,  Noblesse  et  chevalerie,  Nr  12,  S.  360  u  Nr.  58,  S.  409;  Die
von  Herrmann,  Saarwerden,  2.  Bd.,  S.  47,  aufgestellte  Tafel  enthält  einige
Unrichtigkeiten  zu  den  Vorfahren  Hugos  VIII.,  so  daß  sie  für  unsere  Zwecke  nicht
genügend  beweiskräftigerscheint.
687  Siehe  oben,  S.  120  f.
688  Siehe  Herrmann,  Saarwerden,  2.  Bd.,  S.  52  und  S.  258,  und  ebda.,  1.  Bd.,  Regesten
Nrn  80  (Maxe),  89  (St.  Georg),  89a  (Wald  bei  Essey),  Nr.  323  (Montoy).
689  Siehe  ebda,  2.  Bd.,  Tafel  1.

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