Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

betrachten,  die  den  Zeitraum  des  hauptsächlichen  politischen  Wirkens  von  Albert
II. gleichsam  einrahmen.  Erst  in  seinen  letzten  Lebensjahren,  ab  1202  bis  zu  seinem
Tod  am  Beginn  des  Jahres  1212  nimmt  seine  Präsenz  in  den  Quellen  wieder  ab,
fließen  die  Belege  spärlicher.  Am  22.  Juni  1203  ist  Albert  II.  bei  der  Übertragung
des  Allods  von  Graf  Ludwig  von  Loon  an  die  Lütticher  Kirche  St.  Lambert
anwesend* 627.  Das  Jahr  1204  zeigt  uns  Aktivitäten  Alberts  II.  bezüglich  seiner
Erbangelegenheiten628,  außerdem  wird  er  noch  in  Urkunden  Philipps  von  Schwaben
  erwähnt,  die  auch  zum  Teil  diese  Angelegenheiten  betreffen629.  1205  ist  er
ebenfalls  Zeuge  in  einer  Urkunde  von  König  Philipp630.  Für  1206  wird  uns
schließlich  die  Geburt  seiner  Tochter  gemeldet631,  und  im  September  desselben
Jahres  schließt  Albert  mit  Herzog  Friedrich  von  Oberlothringen  einen  Vertrag  über

S.14,  vor  1203.  In  engem  zeitlichen  Zusammenhang  dazu  ist  auch  die  Friedensvermittlung
  einzuordnen,  die  Albert  zusammen  mit  dem  Brabanter  Herzogspaar
zwischen  Bischof  Dietrich  von  Utrecht  und  dem  Grafen  von  Holland  vomimmt,  Druck
des  undatierten  Vertrages:  Koch,  Oorkondenboek  I,  Nr.  246,  S.  415  f.  Weiterer  Druck:
Heeringa,  Oorkondenboek  II,  Nr.  557,  S.  22  f.  Regest:  Verkooren  1,1,  Nr.  11,  S.  14  f.
G.  Smets,  Henri  I  duc  de  Brabant  1190-1235,  Bruxelles  1908,  S.  93,  datiert  den  Vertrag
auf  November  1200,  ihm  folgt  Koch,  S.  415,  Heeringa,  S.  22,  setzt  die  Urkunde  nach
dem  7.  September  1202  an,  Verkooren  1,1,  S.14,  vor  1203.
627  Druck  bei  E.  Poncelet,  Actes  des  princes-évêques  de  Liège.  Hugues  de  Pierrepont
1200-1229,  Bruxelles  1941,  Nr.  11,  S.  10-12,  auch  in:  Bormans  u.  Schoolmeesters,
Cartulaire  I,  Nr.  83,  S.  130-132;  vgl.  auch  Reineri  annales,  ed.  G.  H.  Pertz,  MGH  SS
XVI,  S.  656,  zum  Jahr  1203.
628  Reineri  annales,  MGH  SS  XVI,  S.  657;  siehe  auch  im  Anhang,  Urkunde  Nr.  13.
629  Gegen  Ende  des  Jahres  1204  ist  Albert  II.  Zeuge  in  einer  undatierten  Urkunde  von  König
Philipp  von  Schwaben.  Druck:  H.  BÜTTNER,  Toul  im  Vogesenraum  während  des  Friihund
  Hochmittelalters,  in:  P.  Wentzcke  [Hrsg.],  Schicksalswege  am  Oberrhein.  Beiträge
zur  Kultur-  und  Geistesgeschichte,  zur  Wirtschafts-  und  Staatenkunde,  Heidelberg  1952,
S.  127  f.;  Regest:  Urkundenregesten  zur  Tätigkeit  des  deutschen  Königs-  und  Hofgerichts
  bis  1451,  hrsg.  v.  B.  Diestelkamp,  Bd.  2:  Die  Zeit  von  Philipp  von  Schwaben
bis  Richard  von  Cornwall  1198-1272,  bearb.  v.  E.  Rotter,  Köln,  Weimar,  Wien  1994,
Nr.  17,  S.  17;  Böhmer-Zinsmaier,  Nr.  9;  Hessel,  Elsässische  Urkunden  vornehmlich
des  13.  Jahrhunderts,  S.  63  f.;  C.  Pöhlmann,  Regesten  der  Grafen  von  Zweibrücken  aus
der  Linie  Zweibrücken,  eingel.,  bearb.  u.  erg.  unter  Mitw.  v.  H.-W.  Herrmann  durch  A.
Doll,  Speyer  1962,  Nr.  33,  S.  13.  Zur  Datierung  siehe  Böhmer-Zinsmaier,  Nr.  9,
ebenfalls  P.  Zinsmaier,  Die  Urkunden  Philipps  von  Schwaben  und  Ottos  IV.  (1198-1212),
  Stuttgart  1969,  S.  54,  Anm.  188,  und  Pöhlmann-Doll,  Regesten,  Nr.  33,  S.  13.  -
Am  12.  November  gibt  Philipp  von  Schwaben  Herzog  Heinrich  von  Brabant  die  Option
einer  'Eventualbelehnung'  mit  den  Lehen  seines  Oheims  Graf  Albert  von  Dagsburg.
Druck:  Butkens,  Trophées  I,  preuves  S.  55  f;  Regest:  Böhmer-Ficker,  Nr.  87);  als
Ergänzung  des  Vertrages  zwischen  Philipp  von  Schwaben  und  Heinrich  von  Brabant
beurkundet  König  Philipp  noch  besondere  Vereinbarungen.  Die  Urkunde  ist  undatiert,
wohl  aber  dem  12.  November  zuzuordnen,  Druck  der  Urkunde:  Butkens,  Trophées  I,
preuves  S.  56;  auszugsweiser  Druck:  Koch,  Oorkondenboek  1,  Nr.  269,  S.  447  f.;
Regest:  Böhmer-Ficker,  Nr.  88,  RegBfeStr.  II,  Nr.  742,  S.  2;  Wampach,  Urkundenund
  Quellenbuch  ,  2.  Bd.,  Nr.  14,  S.  16  f.
630  Druck:  Würdtwein,  10.  Bd.,  Nr.  76,  S.  214  f.  Regest:  Böhmer-Ficker,  Nr.  114,  S.  34.
Zur  Datierung  vgl.  ebda.
631  Reineri  annales,  MGH  SS  XVI,  S.  660.

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