Magnaten im elsässischen und lothringischen Raum, was die Quellen relativ gut
dokumenti eren613.
Wann Albert II. von Dagsburg geboren wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Auch
hier können wir, ebenso wie bei den anderen Kindern, die aus der Ehe Hugos VIII.
von Dagsburg und Luitgarts von Sulzbach hervorgegangen sind, lediglich Vermutungen
anstellen. Albert wird höchstwahrscheinlich der jüngere der beiden Söhne
Hugos VIII. gewesen sein, wie aus der oben vorgetragenen Erörterung zum
Geburtszeitpunkt Hugos IX. und seiner Einordnung in die Altersfolge der Kinder
Hugos VIII. abgeleitet werden kann614 615. Als Terminus post quem für die Geburt
Alberts ergibt sich demnach das Jahr 1145, als Terminus ante quem 1162, wie sich
aus der ersten Erwähnung Alberts in der schon mehrfach genannten Urkunde seines
Vaters für die Abtei Floreffe aus dem Jahre 1163 erschließen läßt613. Der Geburtstermin
Alberts ist noch enger eingrenzbar, wenn man den von den Gesta abbatum
Trudonensium für das Jahr 1172 erwähnten kriegerischen Konflikt der Brüder Hugo
IX. und Albert II. mit dem Grafen Gerhard von Loon616 in die Überlegungen
miteinbezieht. Da ebenso wie sein Bruder auch Albert aktiv in den militärischen
Konflikt eingegriffen hat617, dürfte er wesentlich älter als zehn Jahre gewesen sein,
das bedeutet, sein Geburtsdatum müßte eher Anfang bis Mitte der fünfziger Jahre
des 12. Jahrhunderts festzumachen sein.
Die erste Erwähnung Alberts II. geschieht wie die seines Bruders Hugo im Jahre
1163 in der schon genannten Urkunde seines Vaters Hugo VIII. für die Abtei
Floreffe618. Danach klafft eine Lücke von neun Jahren, in der Albert in den Quellen
nicht auftaucht, erst ab dem Jahre 1172 ist er wieder in einer Urkunde, zusammen
mit seinem Vater, in der Zeugenreihe zu finden619. Ab dem Jahr 1174 wird er dann
regelmäßiger erwähnt. Er ist für den Zeitraum zwischen 1174 und 1177 mehrfach
urkundlich belegt620, ebenso für die beiden Jahre 1181 und 1182621, dann wieder
613 Zu den politischen Vorgängen siehe unten das Kap. '1204-1206: Das Nachfolgeproblem’.
614 Siehe oben, S. 104 f.
615 Urkunde Hugos VIII. von 1163 für Floreffe, Druck bei V. Barbier, Histoire, II. éd.,
tom. II, Nr. 41, S. 25 ff., Zitat, S. 26.
616 Gesta abbatum Trudonensium continuatio secunda, MGH SS X, ad 1172, S. 358.
617 Siehe dazu das Zitat in Anm. 576.
618 Druck der Urkunde bei V. Barbier, Histoire, II. éd., tom. II, Nr. 41, S. 25 ff.: ... ex
voluntate et assensu uxoris mee L., ducisse Lovanie, et duorum filiorum meorum
Hugonis et Alberti (Zitat, S. 26).
619 Albert II. wird zusammen mit seinem Vater Hugo VIII. in der Zeugenreihe einer Urkunde
der Äbtissin Hatvidis von Andlau für Etival aus dem Jahre 1172 genannt. Druck der
Urkunde bei Würdtwein, 10. Bd., Nr. 12, S. 45-48: Hugo Cotnes Metensis, &
advocatus Andelacensis, & Albertus ejus filius (Zitat, S. 48).
620 1174: Albert II. ist zusammen mit seinem Vater Zeuge in einer am 1. September in Basel
ausgestellten Urkunde von Kaiser Friedrich I. für das Zisterzienserkloster Beaupré:
Huius compositionis... testes sunt:... Hugo cornes Metensis, Albertus/[ijlius eius, Hugo
filius eiusdem comitis (D F I 629, Zitat, S. 124). Zu der Problematik um den ebenfalls
genannten Hugo filius eiusdem comitis siehe oben, S. 106 ff. - 1175: Albert wird in einer
Urkunde seines Vaters Hugo VIII. für das Kloster Pairis genannt: ... assensu etiam filii
tnei Alberti (Siehe im Anhang, Urkunde Nr. 3).- 1176: Albert ist Zeuge in einer Urkunde
von Herzog Simon von Oberlothringen und seiner Mutter Bertha vom 12. Juni
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