Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter

se Übereinkunft 20. Ob es sich um die andere Hälfte des Brühls handelte, die Wei- 
ler-Bettnach im Jahre 1440 aus der Verpfändung auslöste, oder ob die 1330 ver¬ 
pachteten Güter wieder an die Abtei zurückgefallen waren, bleibt offen. Die Ehe¬ 
leute Anthon von Velsper und Tryne von Wetzflair erklärten, daß ihnen von Johan 
von Sarburg, Abt zu Wilrebetnacht, und dem Konvent die Wiese genannt wilre brul 
in ban und gerichte zu Walmen gelegen verpfändet worden war 21 und daß sie diese 
nunmehr nach erfolgter Auslösung an die Abtei zurückgeben 22. 
Vaudoncourt ? (Gde. Varize, Ktn. Boulay). 
Die von Gottfried von Boulay 1299 beurkundete Verpachtung eines Grundstücks 
durch den Meier Heinrich von Boulay an den Geistlichen Howignons de Werrixe 
erwähnt zwar Weiler-Bettnach nicht, doch dürfte es sich um - vielleicht späteren - 
Klosterbesitz gehandelt haben 23. Dessen Lage bleibt unklar; aber der Schreiber des 
Chartulars vermerkte beim Kurztitel der Urkunde, sie behandele Vallcur. Dies ist 
jedoch unmöglich, da Walcourt in der heutigen Provinz Namur in Belgien liegt. 
Weil ein Bewohner von Varize als Pächter genannt wird, hat man wohl - falls die 
Zuordnung durch den Kopisten überhaupt zutrifft - Vallcur in Vaudoncourt zu kor¬ 
rigieren. 
Villerupt (Gde., Ktn. Longwy, Dép. Meurthe-et-Moselle). 
Zwei Notizen zu den Jahren 1362 und 1385 berichten von der Verpachtung bzw. 
Schenkung von jeweils drei Wiesen an Weiler-Bettnach 24. 
Volkrange (Gde. und Ktn. Thionville). 
Das Archivinventar von Weiler-Bettnach verweist auf eine Schenkung von 20 s. 
Zins aus einem Wingert in der Gemarkung Volkrange, die Agnes von Volkrange 
der Abtei 1273 übertragen haben soll25. Abgesehen davon, daß es sich um Agnes 
von Rodemack, die Witwe Sogiers von Bourscheid, und um eine Rente von 20 
Trierer Pfund handelte, geht aus der Urkunde nicht hervor, daß sich die Weinlagen 
in Volkrange befanden. Die Rente resultierte zwar aus Weinabgaben, die Friedrich 
von Wolkerenges der Ausstellerin zu leisten hatte, doch liefert die testamentarische 
Verfügung keine Angaben über die Lage der Wingerte 26. Nur eine Notiz berichtet 
von dem Erwerb einiger Erbgüter in Volkrange, die Jean de Belravis 1278 der Ab¬ 
20 ADM H 1755 Nr. 6b [1331 XII 14]; beide Urkunden bei TR1BOUT DE MOREMBERT: Inventai¬ 
re, Nm. 32f. 
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x Sie haben diese gekaufft und gehantwesselet. 
22 Es handelt sich um einen der ganz wenigen Fälle einer überlieferten deutschsprachigen Ausferti¬ 
gung: ADM H 1752; kopial ADM H 1714, fol. 535r-536r. 
23 ADM H 1714, fol. 409r-v. 
24 Beide ADM H 1713, S. 26; vgl. Kap. VIII,3. 
25 ADM H 1713, S. 95. 
26 ADM H 1714, fol. 417v-418r [1273 V]; Regest bei WAMPACH, Bd. IV, S. 416 Nr. 313. 
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