Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter

Vahl-les-Faulquemont (Gde., Ktn. Faulquemont). 
Der Verfasser des 1741 angelegten Verzeichnisses der Weiler-Bettnacher Rechte 
und Einkünfte notierte zu Val, man wisse nichts über dortigen Besitz, noch habe 
man Schriftstücke, die darüber Auskunft geben. Er wies jedoch darauf hin, der Ort 
liege sieben Meilen von der Abtei entfernt Von fünf in Frage kommenden Mög¬ 
lichkeiten 2 wird Vahl-les-Faulquemont die zutreffende sein3. Im Gegensatz zu den 
anderen Orten war Weiler-Bettnach in unmittelbarer Nachbarschaft begütert und 
verfügte hier mit der Grangie Bonnehouse bereits im 12. Jh. über einen wirtschaft¬ 
lichen Mittelpunkt. 
Valmont (Gde., Ktn. Saint-Avold). 
Unstrittig ist, daß Weiler-Bettnach schon im 12. Jh. in Valmont begütert war. 
Schwierigkeiten bereitet jedoch der Eintrag in einem Inventar in der Collection de 
Lorraine, dessen Übereinstimmung mit den vorgelegten Urkunden ein Thielman, 
clerc de Mayence et notaire impérial et de l'évêché de Metz bezeugte 4. Danach be¬ 
stätigte 1134 Bischof Stephan von Metz die Schenkung eines Curvinus von Saar¬ 
brücken, der seine sämtlichen Güter in Valmont der Abtei überlassen hatte 5. An 
anderer Stelle wird sein Name mit Curvinus de Spurke angegeben 6, Ein aus dem 
Saarbrücker Grafenhaus oder dem dort ansässigen Edelherrengeschlecht stammen¬ 
der Curvinus ist indes ebensowenig bezeugt7 wie ein sich nach Spurk benennendes 
Geschlecht. Ein Curvinus de Honbur wird dagegen 1146 in der Urkunde des Bi¬ 
schofs Stephan von Metz für Weiler-Bettnach genannt. Eine Verbindung zum Gra¬ 
fenhaus scheint dennoch nicht ausgeschlossen: Heinrich IV. schenkte 1080 Graf 
Sigebert die villa Wadgassen, zu der die Meierei Hostenbach gehörte, die von Ho¬ 
stenbach, Schaffhausen und Spurk gebildet wurde 8. Daneben gelang es den Grafen 
1 ADM H 1757 Nr. 22, S. 34f. Art. 52 [1741 IV 2]. 
2Vahl (Gde. Laning, Ktn. Grostenquin); Vahl (Wüstung, Gde. Metzing, Ktn. Forbach II); Vahl- 
Ebersing (Gde. Ebersing; Ktn. Grostenquin); Vahl-lès-BénestrofF (Gde., Ktn. Albestrofï); Vahl-lès- 
Faulquemont (Gde., Ktn. Faulquemont). 
3 So auch REL III, S. 1140; ALTE TERRITORIEN II, S. 420. 
4 B.N., Coli. Lorr. 721, fol. 113-120; zitiert nach TRIBOUT DE MOREMBERT: Inventaire, S. 249- 
259, der die Angaben chronologisch ordnete. 
5 TRIBOUT DE MOREMBERT: Inventaire, S. 250 Reg. 4. 
6 ALTE TERRITORIEN II, S. 104. 
7 GESCHICHTLICHE LANDESKUNDE, Bd. II, S. 280f. und genealogische Tafel S. 284; 
HOPPSTÄDTER, S. 32f. 
8 MGH DH IV. Nr. 324; GESCHICHTLICHE LANDESKUNDE, Bd. II, S. 288. 
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