Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter

Remich (Remeche), seine Frau Sarah und ihre Kinder das Recht Weiler-Bettnachs 
auf einen Wingert, que vocatur Streiche, auf der anderen Moselseite an ,6. Dem 
Archivverzeichnis sind zwei Nachrichten zu entnehmen, nach denen zum einen 
Katharina von Differdange, Bürgerin von Sierck, seit dem Jahre 1381 der Abtei ei¬ 
nen Zins von zwei Gulden schuldete; zum andern erwarb die Zisterze 1477 einen 
Garten am Ort16 17. Für Weiler-Bettnach hat der Güterbesitz in Sierck trotz der Be¬ 
deutung des Ortes nie eine besondere Rolle gespielt, obwohl Friedrich von Bitche 
um das Jahr 1200 die Zollfreiheit auf der Mosel bei Sierck dem Kloster verbriefte, 
die bereits sein 1176 verstorbener Vater, Herzog Matthias I. von Lothringen, nach 
Friedrichs eigener Aussage dem Kloster gewährt hatte18. Erst mit der Errichtung 
eines Stadthofs im 16. Jh., der aber nie auch nur annähernd den Stellenwert der 
Stadthöfe in Metz und Trier erreichte, konzentrierte sich Weiler-Bettnach mehr auf 
Sierck 19. Auf Klostergut außerhalb von Sierck an der "Porte de Thionville" wurde 
während des Dreißigjährigen Krieges ein Pestffiedhof angelegt20 21. 
Stegen (Ktn. Mersch, Ghtm. Luxemburg). 
Arnold, der Offizial der curia des Trierer Dompropstes und Archidiakons Dietrich, 
erklärte 1271, der Bruder Macharius aus Weiler-Bettnach habe ihm ein Urteil zu¬ 
gunsten der Abtei vorgelegt. Dieses gegen den Anspruch des Ritters Isenbard von 
Meisemburg (Meysenburch)2] gerichtete Schriftstück bezog sich auf zwei bei Ste¬ 
ge wohnende Grundholden (super duobus hominibus seu mancipiis morantibus 
apud Stege) sowie 10 s. und zwei Malter Weizen als Zins, die dem Kloster Weiler- 
Bettnach zu zahlen waren. Bruder Macharius ließ dafür dem Ritter 40 s. als Ver¬ 
gütung zahlen 22. 
16 B.N., Coli. Lorr. 976 Nr. 40; ADM H 1714, fol. 369r-v [1290 VI 24]; Regest bei WAMPACH, Bd. 
V, S. 372f. Nr. 356. 
17 Beide Hinweise ADM H 1713, S. 81. 
18 ADMM B 483 Nr. 55, fol. Ir und 3r; ADM H 1715 Nr. 14; Regest bei DUVERNOY: Catalogue, S. 
142 Nr. 113 und S. 193 Nr. 220. 
19 Vgl. hierzu Kap. VII,3. 
20 BETTINGER, S. 11. 
21 Edelherrensitz, Ktn. Mersch, Ghtm Luxemburg. 
22 B.N., Coli. Lorr. 976 Nr. 23 [1271 XII 12]. 
339
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.