Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter (27)

2. Die Literatur 
Grundlegende Literaturangaben zu den einzelnen Phasen der lothringischen Ge¬ 
schichte bietet das von einem Autorenkollektiv unter Leitung von M. Parisse her¬ 
ausgegebene, von H.-W. Herrmann ins Deutsche übertragene Überblickswerk 
"Lothringen - Geschichte eines Grenzlandes" (1984)40 im Anschluß an die jewei¬ 
ligen Kapitel. Von H.-W. Herrmann stammt auch ein Forschungsbericht zur früh- 
und hochmittelalterlichen Epoche des Bistums Metz (1963), der kurz den Inhalt der 
von ihm angezeigten Arbeiten referiert. Zur Orientierung über die lothringische 
Klosterlandschaft dient die Monographie von M. Parisse: "La Lorraine Monastique 
au Moyen Age" (1981). Weder in der allgemeinen lothringischen noch in der 
zisterziensischen Literatur findet Weiler-Bettnach Berücksichtigung, was auf das 
Fehlen einer internen Tradition und die zeitaufwendige Sichtung der Quellen 
zurückzuführen ist. Die ältesten zusammenhängenden Ausführungen zur 
Geschichte Weiler-Bettnachs bietet Band XIII der "Gallia Christiana" (1783), deren 
größten Raum die Abtsliste einnimmt. Ansätze wissenschaftlicher Erforschung 
reflektierten im 19. Jh. erstmals die Aufsätze von Boulangé (1857), Dupriez (1879) 
und Ledain (1887). Bei allen drei ist das Bemühen um historische Fakten 
erkennbar, wenngleich insbesondere Ledain eher persönliche Erinnerungen an die 
Klosteranlage thematisierte. Während Boulangé die ihm verfügbaren Nachrichten 
chronologisch präsentierte, dazu für das Erscheinungsbild der Abtei wichtige 
Skizzen beifügte, behandelte Dupriez die Geschichte Weiler-Bettnachs auf der 
Grundlage des in Metz aufbewahrten einstigen Klosterarchivs. Nach allgemeinen 
Hinweisen zum Orden und zur Abtei, einer Aufstellung aller Einkünfte zur Zeit der 
Französischen Revolution sowie einer Abts- und Priorenliste führte er, nach den 
Äbten gegliedert, weit mehr als hundert Kurzregesten, dazu vielerlei weitere 
Nachrichten auf. Den Abschluß bildete ein Verzeichnis der Rechte und des Besitzes 
des Klosters. Wenngleich die Regesten und die Aussagen bisweilen der Korrektur 
bedürfen, stellt der Aufsatz von Dupriez neben der Monographie von Ch. Dosse 
noch immer die informativste kompakte Arbeit zur Geschichte Weiler-Bettnachs 
dar. 
Doch selbst Dosses erst 1989 erschienenes Werk "La Haute vallée de la Canner: 
l'abbaye de Villers-Bettnach" weist manche Mängel hinsichtlich der Quellenkritik 
auf. Zudem ist die im Eigendruck in Ay-sur-Moselle entstandene Abhandlung 
schwer zugänglich41, was den Rückgriff auf Dupriez notwendig beläßt. Bei der 
ersten Orientierung hilft auch die von S. Flesch, J. Conrad und T. Bergholz 1986 
unter dem Titel "Mönche an der Saar" herausgegebene Aufstellung der Klöster im 
saarländisch-lothringischen Grenzraum; S. 95-98 widmeten die Autoren der Zis- 
terze Weiler-Bettnach. 
4® Die vollständigen Titel der in diesem Kapitel zitierten Literatur sind dem Literaturverzeichnis zu 
entnehmen. Im folgenden wird jeweils nur der Kurztitel angeführt. 
4^ Ein Exemplar befindet sich in den Archives Départementales de la Moselle in Metz. Die 
Aufmachung in HeAform ohne festen Einband läßt auf die ausschließlich private Vertreibung 
außerhalb des Buchhandels schließen; zudem fehlt eine ISBN-Angabe. 
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