Full text: Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter

überflüssig scheint. Nahezu völlig verlorengegangen ist das Klosterarchiv von 
Morimond, dessen Reste sich praktisch auf Besitztitel beschränken14. 
Die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin verwahrt eine Handschrift, 
auf deren Innenseite des Einbanddeckels ein Ausschnitt eines Nekrologs geklebt 
wurde, der u.a. die Namen dreier 1462 verstorbener Personen aus Weiler-Bettnach 
enthält15. Wo man einst dieses Verzeichnis führte, geht aus der kurzen Passage 
nicht hervor. Es enthält voneinander abgesetzt Nachrichten aus dem Trierer Stift St. 
Paulin, den Benediktinerabteien Mettlach, St. Nabor und Lübeln sowie der Zisterze 
Weiler-Bettnach. 
Zwei Zeugnisse verdienen besondere Erwähnung, da ihre Aufbewahrungsorte 
kaum Quellen zur Geschichte Weiler-Bettnachs erwarten lassen. Inhaltlich von 
geringerer Bedeutung, weil anderweitig überliefert, ist die Abschrift einer im De¬ 
zember 1226 verfaßten, das vor den Toren Triers gelegene Biewer betreffenden 
Urkunde. Der Kommendatarabt Nicolas Lefebvre sandte die Kopie, die heute in der 
Bibliothèque Municipale de Troyes aufbewahrt wird, 1725 an den königlichen 
Sekretär Soirot16. Größeres Interesse verdienen drei zeitgenössische Abschriften 
von Metzer Schreinsbriefen der Jahre 1378, 1380 und 1381. Die auf ein Pergament 
notierten Vereinbarungen behandeln eine Wingertverpachtung in Metz durch die 
Abtei sowie den zweimaligen Teilkauf des Zinses durch den Pächter. Das Doku¬ 
ment ist Teil der Collection Mancel in den Bibliothèques de la Ville de Caen und in 
Band XVII der Sammlung unter dem Titel "Mélanges relatifs principalement à la 
Normandie (XIIIe s., 1578)" nicht zu vermuten17. Einige Bestandsnachweise, die 
von einem Kloster Villars o.ä. berichten, wird man dagegen nicht auf Weiler- 
Bettnach zu beziehen haben18. 
14 Der größte Teil der noch vorhandenen Quellen wird im Départementsarchiv Haute-Marne (Bestand 
8 H) aufbewahrt. Zur Überlieferungslage im einzelnen vgl. Abbayes et prieurés, S. 344 Anm. 1. 
15 Berlin, Staatsbibi. Preuß. Kulturbesitz, Ms. theol. lat. qu. 148, fol. 368r. Die Nachricht bezieht sich 
auf einen Mönch, einen Konversen und einen Familiären. 
Bibi. Munie, de Troyes, Ms. 3028 Nr. 89. Nach dem Catalogue Général des Manuscrits des Biblio¬ 
thèques Publiques de France, Bd. LX1II (Suppléments Dijon, Pau, Troyes), Paris 1954, S. 11 Of., 
lautet der Titel von Ms. 3028: "Documents concernant des personnages français, non champenois." 
Erst aus dem Register, S. 288, geht die Bezugnahme von Nr. 89 auf Weiler-Bettnach hervor. 
Weitere Überlieferung: ADM H 1714, fol. 393v-395r; ADM H 1755 Nr. 4b; Regest bei 
WAMPACH, Bd. II, S. 2I7f. Nr. 202. 
17 Bibi, de la Ville de Caen, Coll. Mancel, Bd. XVII Nr. 12: "Pièces relatives à un accensement passé 
par l'abbé de Notre-Dame de Villiers, au diocèse de Metz (1377-81)"; Nachweis im Catalogue 
Général des Manuscrits des Bibliothèques Publiques de France. Départements, Bd. XLIV, Paris 
1911, S. 120. 
18 (1) Catalogue of additions to the manuscripts in the British Museum 1841- 1845, London 1850, Nr. 
15.102 fol. 191: "Littere quas Villarenses fratres post obitum Hildegardis ad nos [Abbatissam 
Bingensem et sorores] miserunt." (2) Bibliothecae Apostolicae Vaticanae Codices, Codices 
Vaticani Latini, recensuit Johannes Bapt. Borino, Vatikanstadt 1947, Ms. 10.855 fol. 22v: "Lettera 
Circolare de i Miei Signori gl'Agenti generali del Clero di Francia (Abbate de Villars; Abbate 
[Giovanni] Phelipaux) scritta per ordine del Re agli Arciuescoui e Vescoui del Regno, dat. Parisiis 
2 oct. 1688." (3) Census of Medieval and Renaissance Manuscripts in the United States and 
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