Full text: NS-Politik an der Saar unter Josef Bürckel

sender Danzig. Am 15. September 1940 nahm die Saarbrücker Mannschaft, soweit 
nicht anderswo eingesetzt, den Sendebetrieb wieder auf, - behelfsmäßig von Saar¬ 
brücken über Frankfurt und zurück zum Sender Heusweiler. 
Der bisherige Sendeleiter Karl Mages übernahm nach Raskin die Intendanz. Ras- 
kin, 1938 als Intendant beim "Reichssender Wien" eingesetzt (Nachfolger Karl 
Ganzer und Karl Mages), 1939 Organisator der gegen Frankreich und England 
gerichteten Geheimsender und 1940 von Goebbels zum neuen (komm.) Leiter des 
Kurzwellendienstes berufen, war im September 1940 bei einem Flug nach Buka¬ 
rest abgestürzt. Nach Mages' Beorderung nach Wien übernahm auf dessen Emp¬ 
fehlung der spätere Intendant der Berliner Philharmoniker, Gerhart von Wester¬ 
mann, die Vertretung. Während seiner verschiedenen Wechsel hatte Mages die In¬ 
tendanz des Saarbrücker Senders nicht aufgegeben; er kehrte im September 1942 
in sein Amt zurück. 
Nach schweren Zerstörungen im alten Verwaltungsgebäude im Spätsommer 1942 
fand der Sender eine neue Bleibe auf dem Haiberg, von wo er bei der zweiten Eva¬ 
kuierung im Dezember 1944 in ein Behelfsstudio nach Dudweiler verlegte und 
dort noch am 10. März 1945 ein Notprogramm sendete, als bereits feindliche 
Trupppen im Saarland standen; gestoppt wurde der Reichssender Saarbrücken, als 
Jagdbomber die Sendeanlage in Heusweiler zerstörten43. 
43 K. Altmeyer u. H.J. Koch, Unser Sender, S. 39. 
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