Full text: Geschichte der Elektrizitätsversorgung des Saarlandes unter besonderer Berücksichtigung der Vereinigten Saar-Elektrizitäts-AG

zweiten Paketes Saargemünder Aktien durch Umwechseln in französische Francs zum 
Tageskurs wettgemacht werden30. 
In der ordentlichen Generalversammlung der SVG vom 04. April 1921 war bereits vor 
Übernahme durch die französische Gruppe die Umwandlung des Grundkapitals von 
einer Million Mark zum Vorkriegskurs in 1.250.000,- französische Francs (vgl. Tab. 7) 
sowie die Änderung des Firmennamens in „Saarland-Lothringen Elektrizitäts-AG 
(Société Anonyme d’Electricité Sarre-Lorraine )“ beschlossen worden (abgekürzt: 
SLE). Vertreten waren 900 Aktien — die Anteilseigner der Stadt Saargemünd nahmen 
nicht teil: Saarbrücken mit 490, Direktor Tormin als Treuhänder mit 240, Bürgermei¬ 
ster Becker der Bürgermeisterei Bischmisheim mit 100 und der Landrat des Kreises 
Saarbrücken, Dr. Vogeler, mit 70 Aktien31. Am 14. Juli 1921 wurde die künftige Kapi¬ 
talbeteiligung vertraglich festgelegt (vgl. Abb. 2, Tab. 17). Die Stadt Saarbrücken, der 
Abb. 2 Saarland-Lothringen Elektrizitäts-AG: Aktionäre 1921/22 - 1927 
Quelle: Tabelle 17 
Landkreis Saarbrücken und die Bürgermeisterei Bischmisheim als „Saargruppe“ ver¬ 
einbarten mit der „französischen Gruppe“, bestehend aus der Stadt Saargemünd, der 
Société Alsacienne et Lorraine de l’Electricité, Strasbourg32, und der La Houve Socié- 
30 Wie Anm. 26. 
31 VSE-AHV, Protokoll o. HV. Ab 04.04.1921 führte Tormin die Vorstandsgeschäfte der SLE 
alleine, da Eberhard Wolff aus der Gesellschaft ausgeschieden war (vgl. LA Sbr. Best. Einzel¬ 
stücke Nr. 152). 
32 Die SALEC wurde 1919 in Straßburg gegründet mit Unterstützung der Cie. Française pour 
l’Exploitation des Procédés Thomson Houston, der Société Alsacienne des Constructions 
Mécaniques sowie elsässischer und lothringischer Banken (vgl. AD Moselle 10 S 236, Emis¬ 
sionspapier v. 06.01.1922). 
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