Full text: Die Tholeyer Abtslisten des Mittelalters

Totengedenken der konföderierten Klöster aufgenommen1096. Zeugnisse seiner 
Reformtätigkeit sind auch in die Akten des Bundes aufgenommen worden1097. 
Die Quellen zu seiner Amtszeit sind1098: 
1) Urkunde des Edelknechtes Peter Harstbaum von Liebenberg vom 19. IV. 
1446, besiegelt vom Tholeyer Abt Johann von Ellenbach1099. 
2) Johannes von Ellenbach wird 1448 zusammen mit dem Abt von Mettlach auf ei¬ 
nem Provinzialkapitel der Benediktiner in St. Maximin zum Visitator der Klö¬ 
ster der Metzer Diözese bestimmt1100. 
3) Abt Johannes von Tholey hält 1450 zu Tholey ein Jahrgeding ab1101. 
4) Am 29. XI. 1458 überträgt Abt Johannes dem Hans Gebert einen Weinbergzu 
Kebericb an der Mosel zum erblichen Lehen1102. 
5) Am 21. III. 1464 bestellt Abt Johannes von Tholey den Abt Johannes von St. 
Matthias zu Trier zu seinem Prokurator auf dem Provinzialkapitel in St. Panta¬ 
leon zu Köln1103. 
Die Tholeyer Nekrologtradition hat seinen Tod zum 21. Oktober festgehalten1104. 
Da sein Nachfolger am 1. Dezember 1466 den Obödienzeid gegenüber dem Erzbi¬ 
schof von Trier ablegte, ist mit einem Todesjahr 1465 oder 1466 zu rechnen. 
62. Nicolaus de Lebensteyn (1466 - 18. I. 1474): 
Abt Nikolaus von Löwenstein entstammt dem Herrengeschlecht, das sich nach ei¬ 
ner Burg bei Niedermoschel nördlich Alsenz in der Pfalz benannte1105. 
Uber seine Amtszeit besitzen wir folgende Quellen: 
1) Brouwer (D3) berichtet — sicherlich nach Trierer Unterlagen — daß Abt Niko¬ 
laus am 1. XII. 1466 dem Trierer Erzbischof den Eid leistete1106. 
2) In einer Urkunde des Erzbischofs von Trier vom Jahre 1469 wird Niclais, Abt 
zu Tholey erwähnt (Von der Leyensches Archiv Waal). 
1096 Volk, Generalkapitelsrezesse 236. 
1097 Vgl. u. Anm. 1103. 
1098 Unter seiner Abtschaft entstanden in Tholey mehrere Handschriften: 1) Sammelband mit 
Homilien, geschrieben und vollendet durch Seymon de Damme am 27. VII. 1445 (Cod. Metz 
В. M. 155); 2) Sammelband des 15. Jhs. (Cod. Metz В. M. 153); 3) Sammelband aszetischen 
und homiletischen Inhalts, geschrieben und vollendet durch Philippus Sarbruckensis am 9. 
VII. 1445; 4) Sammelband des 14./15. Jhs. mit verstreuten Schriften, darunter auch solchen, 
welche die Bursfelder Kongregation betreffen (Cod. Metz В. M. 210); 5) Missale des Klosters 
Tholey aus dem 15. Jh. (CocL Metz В. M. 220). Vgl. Herrmann, Klosterbibliotheken 28; 
Leroquais, Sacramentaires Ш 175 Nr. 744. 
1099 Pfarrarchiv St. Wendel (freundliche Mitteilung von H. W. Herrmann); Vgl. Hannig, Reg. 
St. Wendel 102. 
1100 Calmet, Hist. Lorraine II1 913. 
1101 Grimm, Weisthümer III 755 ff. 
1102 Lager, Tholey 591. 
1103 Volk, Verbleib 268 Nr. 27 (in Archivalien der Bursfelder Kongregation überliefert). 
1104 Vgl. o. S. 17. 
1105 Lehmann, Gesch. Burgen IV 251 ff.; Möller, Stammtafeln I 79 ff. mit Taf. XXX. 
1106 Brouwer/Masen, Metropolis II 514; vgl. Lager, Tholey 591. 
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