Full text: Die Bauernwirtschaften des Fürstentums Nassau-Saarbrücken im 18. Jahrhundert

1. die Meier, 
2. die Heimmeier, außer Personalfrondienste, 
3. die Neubauenden während der Bauzeit, 
4. die Witwen drei Jahre lang, ab 1776 nur noch ein Jahr lang, 
5. jeder Einwohner über 60 Jahre von der Jagdfron, falls die Güter übergeben 
waren, 
6. jeder Einwohner ab 70 Jahre, 
7. jeder kranke oder gebrechliche Mensch. 
Tabelle 52: Fronbare Untertanen im Fürstentum Nassau-Saarbrücken 1766 
Fronende in den Oberämtern 
Gegenstand Saarbrücken 
ddS jdS Ottweiler 
Frongeld 
495 
697 
652 
Chausseefron 
999 
710 
973 
Jagdfron 
710 
1098 
1447 
— zu Fuß 
468 
661 
870 
— mit Vieh 
242 
437 
577 
Besoldungsholz 
352 
461 
570 
Ordonnanzen 
343 
496 
730 
Gemeindefron 
1096 
662 
938 
Fronfreie 
381 
450 
422 
Fronvieh 
1131 
1628 
1840 
— Pferde 
493 
833 
636 
— Ochsen 
638 
795 
1204 
Quelle: LA SB, Best. 22 Nr. 3504, Bl. 31. 
Tabelle 52 gibt einen Überblick über die von den Bauern zu leistenden Dienste. Da 
sie sämtliche Untertanen des Fürstentums erfaßt, können die bäuerlichen Ver¬ 
hältnisse nur mit Einschränkung interpretiert werden. 
Entwicklung der Frondienste im Laufe des 18. Jahrhunderts 
Nach Collet hat es zu Beginn des 18. Jahrhunderts noch ungemessene Frondienste 
gegeben, die 1716 in der Grafschaft Saarbrücken abgeschafft wurden17. Er bezieht 
sich offensichtlich auf eine von A. bürst mitgeteilte Quelle18. In beiden Landestei¬ 
len wurden in der Folge Frongelder bezahlt, die Naturaldienste jedoch hörten 
17 J. Collet a.a.O., S. 18. 
18 A. Fürst, a.a.O., S. 287. 
... so sind ehedessen die Untertanen des Oberamtes Ottweiler ungemessene Frohn- 
den schuldig gewesen, welche aber bei vormalig Hoch gräflicher Regierung in ein 
sicheres Frongeld verwandelt worden. 
212
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.