Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

zunächst im Kloster Rosenthal begraben, dann 1309 im Dom zu Speyer9 11). Dors hat die Grab¬ 
schrift nicht überliefertin). 
Königin Imagina wurde im Kloster Klarenthal begraben (vgl. Nr. 5). 
Heinrich, ältester Sohn, ist jung und unvermählt gestorben n); ein Grabstein ist nicht bekannt. 
Adelheid, älteste Tochter, lebte zunächst im Klarakloster in Mainz, dann im Kloster Klaren¬ 
thal, wo sie Äbtissin war und begraben wurde (vgl. Nr. 6). 
Rupert, zweiter Sohn, vor 1280 geboren, folgte 1298 in der Regierung. Er war verheiratet 
mit lutta, Tochter König Wenzels von Böhmen; er starb dort am 2. 12. 1304. 
Imagina, zweite Tochter, ist jung und unvermählt gestorben 12); ihr Grabstein ist unbekannt. 
Mechtild, geboren vor 1280, gestorben 19. 6. 1323, seit dem 1. 9. 1294 vermählt mit Rudolf, 
Sohn des Kurfürsten Ludwig von der Pfalz (vgl. Nr. 7). 
Gerlach, geboren vor 1288, gestorben am 7. 1, 1361. Er übernahm 1305 die Regierung, ver¬ 
zichtete aber 1344 zugunsten seiner Söhne Johann und Adolf. Um 1306 vermählte er sich 
mit Agnes, Tochter des Landgrafen Heinrich von Hessen und der Agnes von Bayern, gestor¬ 
ben am 13. 1. 1332 (vgl. Nr. 8, 10 u. 12). 1337 schloß er eine zweite Ehe mit Irmgard von Ho- 
henlohe-Weikersheim, die in erster Ehe mit Konrad III., Burggrafen zu Nürnberg, verheiratet 
gewesen war und am 3. 1. 1371 starb 13 14). 
Adolf, geboren vor 1288, ist jung gestorben u). 
9) Lehmann, Chronica der freien Reichsstadt Speyer, S. 649. — Boehmer, Fontes rerum Germanicum, Bd 
4, S. 338 (Johann Seffrid von Mutterstadt, 1468). — Weitere Literatur bei Kraus, Die christlichen In¬ 
schriften der Rheinlande, Bd II, S. 66. — Fröhlich, Die Kaisergräber im Dom zu Speyer. — Grauert, 
Die Kaisergräber im Dom zu Speyer, S. 574. — Roth, in: Freiburger Diözesanarchiv 19, 1887, S. 195 ff. 
— E. Gritzner, Der Grabstein König Adolfs von Nassau im Königschor des Speirer Doms vor dessen 
Zerstörung im Jahre 1689, in: Zeitschr. für die Gesch. des Oberrheins NF. 26, 1911. S. 711 ff. — Ein 
Denkmal eigener Art hat ihm Edmund Marabini in seiner bibliophil gestalteten Schrift gesetzt: Die 
kunst- und kulturgeschichtlichen Denkmale des deutschen Kaisers Adolf von Nassau, München 1899. 
10) Vgl. aber das Verzeichnis der Speyerer Grabinschriften bei Andreae 1002/2, Einlage. Es handelt sich 
hierbei um einen verkürzten Auszug aus der Aufstellung von Matthias Ramung; vgl. auch Hagelgans 
5. 9; Kremer II, S. 409; Helwich Hs 225, S. 127; Gritzner S. 714. 
11) Isenburg I, 108; Hagelgans S. 12 ff. 
12) Hagelgans S. 12; Kremer II, S. 419 (Nekrologeintrag). 
13) Hagelgans S. 14 ff.; Kremer II, S. 458, IV, VII; Helwich Hs 225, S. 129; Isenburg I, 60, 97, 108. 
14) Hagelgans S.17. 
Links: Abb, 15 Stifterbild mit König Adolf, seiner Gemahlin imagina, den sieben Söhnen und drei Töchtern 
(Dors Fol. 10r). 
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