Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

nungen zeigen in Schrägansicht schlichte Platten; offenbar sollten nur die Inschriften fest¬ 
gehalten werden. Nur die Grabsteine für die Grafen Ernst Karl und Moritz (Abb. 2) haben 
zusätzlich als Schmuck das Allianzwappen Nassau-Saarbrücken und Saarwerden mit Herz¬ 
schild Lahr-Mahlberg, eingefaßt in Rollwerk. 
Von drei figürlichen Grabplatten aus dem Zisterzienserinnenkloster Rosenthal (Rosenthaler 
Hof/Pfalz) im Amt Kirchheim, für einige Jahrzehnte Grabstätte des Königs Adolf von Nassau, 
liegen Bleistiftzeichnungen vor81); die Umschriften sind nur noch bruchstückweise zu lesen82). 
GR(E)FINc) ZV NASSAW SARPRVCKEN DEN 12 Aprilis — DER GOT GNADE — ETATIS 
SVE J IAR. 
a) entschlaffen das hochge in Schreibschrift. — b) borne gestrichen und ergänzt BONE. — c) Vor¬ 
lage GRFIN. 
B) Ernst Karl (1. 10. 1600—14. 4. 1604), Bruder von A); fol. 110v, Kapitale, Umschrift und Inschrift 
im Feld, dazu Bleistiftzeichnung des nassau-saarbrückischen Wappens über der Feldinschrift: ER- 
NESTVS CAROLVS a) GRAVE b) ZV NASS(AV) ZV SARPRVCKENa) V(N)Dc) ZV SARWER- 
DENa) HER ZV LAHRd) WARDT GEBORN I OCTO(BRIS) AN(N)0 1600 ENTSCHLIF SE¬ 
LIG EICH IM HERNO DE(N) 10 APRIL 1604. fOHA(NNE)M 3: ALSO HAT GOT DIE WELTT 
GEHT DAS ER SEIN EIN GEBORN (EN) SON GABI) VF DAS ALLE DIE AN IHM GLAV- 
BEN g) NIT V(ER)LOR(EN) WERD(EN) SOLD ER DAS EW(IG) LEBEN HABEN. 
a) AR-Ligatur. — b) VE-Ligatur. — c) Gekürzt als Ligatur VD. — d) AH-Ligatur. — e) HE-Liga- 
tur. — f) AB-Ligatur. — g) VB-Ligatur. 
C) Moritz (15. 9. 1599—27. 5. 1601), Bruder zu A) und B). Fol. 111r, Umschrift in Kapitale, Feldin¬ 
schrift in Schreibschrift, darüber Saarbrücker Wappen: MORITZ GRAFa) ZV NASAV SAR- 
B(R)VCKENb) WARTb) GEBORN 1599 DEN 15 SEPTEMBER ENTSC(H)LIFc) SELIG IM 
HERN 1601 DEN 27. MAIJ d — Offenbarung johannes am 14. Cap.: Selig seind, die im herrn ster¬ 
ben von nun an, ia der Geist spricht, das sie ruen von irer e) arbit. — Marciam 10: last die kindlein 
zu mir körnen, dan solcher ist das himelreich, wer das reich Gottes nit entfahet wie ein kind, der 
wirt nicht hineinkomen (vgl. Abb. 2). 
a) AF-Ligatur. — b) AR-Ligatur; Vorlage hat SARBVCKEN. — c) Vorlage ENSCLIF. — d) Er¬ 
gänzt in Vorlage. — e) Ergänzt für ihrer. 
D) Juliana (17. 3. 1574—27. 12. 1581), Tochter Graf Albrechts von Nassau-Saarbrücken-Ottweiler und 
der Anna von Nassau-Dillenburg. Fol. 112r, Kapitale, Inschrift in der Platte: ANNO 1581 DEN 21 
DECEMBER IST IN GOTT VERSCHIEDEN a) IV LI ANA GEBORNES FREWLIN ZV NAS¬ 
SAW SARBRVCKHEN — HER DIR LEB ICH DIR ST ERB ICH DEIN BIN ICH THODT VND 
LEBENDIG. 
a) Vorlage VERSCHEDEN. 
E) Albert (7. 5. 1593—13. 5. 1595), Bruder zu A)—C). Fol. 113r, Umschrift nur z. T. in Kapitale, sonst 
wie die Inschrift im Feld in Schreibschrift: 
ANNO 1595, den 13 tag Maij, ist in Gott Selig entschlaffen der wolgeborne HErra) Albert Graff zu 
Nassaw Sarbrücken ETC, Seines Alters 2 fahr 9 b> tag, der Sele gott gnad — Ich bin die aufferste- 
heung und das leben, wer an mich glaubt, Sol leben, ob er gleich sturb, und wer da lebt und glaubt, 
der wurd nimer mehr sterben — JoHannis am 11 Capitel: Christus ist Mein leben, sterben ist mein 
gewinn. 
a) HE-Ligatur. — b) Von hier ab im Feld der Platte. 
81) HHStA Wiesbaden Abt. 130 II 20/21, S. 5 f., 10 f. 
82) Sie sind an anderer Stelle besser überliefert (HHStA Wiesbaden Abt. 130 I/I, 1, Nr. 4 e, fol. 16r). Sie 
betreffen: 
A) Anna (12. 12. 1493—10. 1. 1565). Die Skizze (130 II 20/21, S. 6) zeigt sie als Nonne in betender 
Haltung. Am Kopfende links Wappen Nassau-Saarbrücken, rechts Wappen Zweibrücken. 
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