Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

Die vier, jeweils in eine Ecke gesetzten Wappen sind bezeichnet: Bickenbach (rot-weiß gerau- 
teter Schrägrechtsbalken); Nassau (das übliche Löwenwappen); Runckel (rot-weiße Pfähle auf 
blauem Feld); Baden (II und III roter Schräglinksbalken auf Gold; 1 und IV rotweiß ge¬ 
schacht). 
Vermutlich wurde der Grabstein bei den Renovierungsarbeiten in der Stiftskirche im letzten 
Jahrhundert im Boden verbaut, weil sein Zustand sehr schlecht war. Reste konnten jedenfalls 
weder in der Stiftskirche noch im Museum ermittelt werden. Dors konnte offenbar die bei¬ 
den Figuren nicht mehr erkennen, sondern nur noch die elterlichen Wappen der Agnes (Nas¬ 
sau und Baden) und Conrads (Bickenbach und Runkel) 92 94). 
Leer. Fol. 47v—49v 
25 P Abb. 47 
Idstein, ehern. Stiftskirche St. Martin, jetzt Unionskirche 
* Grabstein des Grafen Johann II. von Nassau-Wiesbaden-Idstein (f 9. 5. 1480) und seiner F°l- 50r 
Gemahlin Maria von Nassau-Dillenburg (f 1 1. 10. 1472) 9:{). 
15x29,5 cm. — Feine, schwarze Tuschfeder, mit grauer Wasserfarbe leicht getönt, Umschrift in brauner 
Tinte; Bleistiftvorzeichnung und Nadelstiche erkennbar; ursprüngliches Blatt, unterer Rand hinterklebt. — 
St. George S. 65. — Flagelgans S. 32, LXXX f. — Kremer II, S. 463, XXVIII. — Struck S. 420, Nr. 984 a 
und S. 426, Nr. 1007 b. — Helwich Hs 225, S. 421. — Vgl. Andreae 1002/2, fol. 42r (Abb. 48) 94). 
t Anno. d(omi)ni. m.cccc.lxxxa). die. me(n)s(i)s. ixa). maii. o(biit). nobil(is). ac. 
genfer)os(us). d(o)m(inus). Joh(anne)s. Comes. i(n). nassau. d(omi)n(us). i(n). It- 
stein. et. i(n). Wisbaden. 
Anno. d(omi)ni. m.cccc.lxxiia>. die. iia>. me(n)s(i)s. octobris. o(biit). G(e)n(er)osa. 
d(omi)na. mariab) [de dillenberg] nec>. nassawe. comitissa. i(n). nassawe. [...] 
c(uius). a(n)i(m)a. req(ui)escat. i(n). pace. 
In der Kirch(en) zu Itzstein: Dieser Stein steht im Reuttercöhrlein in der Mauer, und ist ge¬ 
wesen Graf Johann, ein Sohn Gr(af) Adolfs und Fr(au) Margretha, Margkgrävin von Baden. 
a) Nicht als Ordinalzahl. 
b) Folgt Lücke und Erläuterung am linken Rand: Al hie ist der Stein zersprungen, derowegen die Schrift 
nicht zu lesen. 
c) Richtig ac. 
92) Zur Stiftskirche vgl. Klewitz, Stiftskirche St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, S. 20 ff.; ferner 
May, Beschreibung der Kirche zu den Heiligen St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Aschaffen¬ 
burg 1837; F. Mader, Die Kunstdenkmäler der Stadt Aschaffenburg, München 1918. 
93) Johann, geb. 1419, ältester Sohn des Grafen Adolf II. und der Margaretha von Baden. Maria, geb. 
2. 2. 1418, Tochter des Grafen Engelbert I. von Nassau-Dillenburg und der Johanna von Polanen 
(vgl. Isenburg I, 109, 115). 
94) 21,5 x 34 cm; große Federzeichnung mit schwarzer Tusche, dazu getönt mit verschiedenen Tönen blauer 
Wasserfarbe. Umschrift hier z. T. durch aufgeklebten Streifen berichtigt (Name der Gräfin). 
141
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.