Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

Walram (1354—7. 11. 1393) folgte zusammen mit seinem Bruder Gerlach 1370 dem Vater in 
der Regierung und regierte nach dem Tod Gerlachs seit 1386 allein. Seit 1374 war er ver¬ 
heiratet mit Bertha von Westerburg (f 25. 12. 1418). Sein Grabstein war in Idstein vorhanden 
(vgl. Nr. 20). Auch seine Gemahlin wurde in Idstein begraben (vgl. Nr. 21). 
Johann (1360—23. 9. 1419), seit 1397 Erzbischof von Mainz. Sein Epitaph und Grabstein 
ist im Mainzer Dom noch erhalten (vgl. Nr. 16). 
Von den beiden jüngsten Söhnen nennt Dors nur Friedrich mit Namen, doch handelt es sich 
bei dem zweiten um Walram, der ebenfalls jung verstarb. Grabsteine sind nicht bekannt. 
Agnes (f 1376), älteste Tochter, wie die Mutter im Gewand einer verheirateten Frau mit Hau¬ 
be. Sie war in erster Ehe verheiratet mit Werner V., Graf von Wittgenstein (t vor 17.1. 1359), 
in zweiter Ehe (vor 5. 4. 1361) mit Eberhard I. von Eppstein (f 1391). Ihr Grabstein ist 
nicht bekannt. 
Margretha (f 5. 6. 1371), Äbtissin in Klarenthal, Grabstein nicht bekannt62), im Klosterha¬ 
bit dargestellt. 
Elisabeth (f 1. 2. 1389), seit 1361 mit Dieter VIII. von Katzenelnbogen vermählt. Ihr Grab¬ 
stein im Kloster Eberbach (vgl. Nr. 18), als verheiratete Frau dargestellt. 
Anna, Äbtissin von Klarenthal 63). Ihr Grabstein ist nicht bekannt, im Klosterhabit. 
Alheid, unbekannt. Hagelgans hält eine Verwechslung mit Adelheid, Schwester Adolfs, für 
möglich 64). Auffallend ist ihre Tracht. 
Katharina (f 21. 3. 1401), seit 10. 6. 1373 verheiratet mit Reinhard IV. von Westerburg. Als 
verheiratete Frau dargestellt. Grabstein nicht bekannt. 
Für die jüngste Tochter fehlt der Name bei Dors. Vielleicht war es Rodereta, verheiratet 
mit Graf Johann von Wertheim 65), noch mit offenem Haar dargestellt. 
Nach Hagelgans 66) gab es noch zwei jüngere Töchter, Johanna und Katharina, die nicht mehr 
auf diesem Bild angegeben worden seien. 
Die Wappen ergeben sich aus der Genealogie. Links und rechts der Kreuzigungsgruppe das 
nassauische und das Wappen Nürnberg-Zollern. Im linken Zwickel des Wandbilds Helmzier 
und Kleinod, im rechten Zwickel Wappen der Grafen von Nassau. 
62) Vgl. Otto S. 181. — Das Todesjahr setzte er aber mit 1378/88 an (Verwechslung mit der Äbtissin 
Margaretha der übern. Generation?). — Sterbeeintrag 8. Juli im Klarenthaler Nekrolog vgl. Otto, 
Necrologium Nr. 274. 
63) Starb dort am 28. Oktober, ohne Jahr (vgl. Kremer II, S. 420; vgl. auch Otto, Necrologium Nr. 403). 
64) Hagelgans S. 28; auch nicht bei Isenburg 1,109, Verwechslung liegt wohl auch bei Münzert vor. 
65) Isenburg I, 109, jedoch nicht mehr in der 3. Auflage erwähnt, ebensowenig ihre jüngste, frühverstor¬ 
bene Schwester. 
66) Hagelgans S. 24. 
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