Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

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Abb. 32 
Wiesbaden, ehern. Klarissenkloster Klarenthal 
* Wandmalerei über der Tumba Adolfs I. von Nassau und seiner Gemahlin Margaretha von Fol. 28v_29^ 
Nürnberg (vgl. Nr. 14), Anfang 15. }h. 
39x29 cm. — Schwarze Tuschezeichnung, mit grauer Wasserfarbe in verschiedenen Helligkeitsgraden getönt 
und schattiert; Bleistiftvorzeichnung; Farbangaben auf den Gewändern der Personen, darüber Namensanga¬ 
ben, beides in brauner Tinte; am unteren Rand schwarze Tuscheleiste (nicht auf der Abb.); zwei Blätter, im 
Falz zusammengeklebt. — St. George S. 44 f. — Vgl. Andreae 1002/2, fol. 23 (Farbtaf.); Namen der Perso¬ 
nen auch 1002/2, fol. 77V — Vgl. die Veröffentlichung der Zeichnung durch Kremer II, Taf. II (nach S. 472), 
nach einem Stich von H. Cöntgen, wohl nach der nicht ganz korrekten (Wappen Kärnten) Kopie von St. 
George. 
[Dies]esa) ist gemahlt in einen Bogen in die Mauer über dem Begräbnus Vorgesetzten Gr[a- 
fenj a) Adolfs und seiner Gemahlin, Frau Margretha, Burgkgrävin von Nürnberg. 
a) Die Inschrift ist sehr stark verblaßt und kaum mehr zu lesen, deshalb Ergänzung nach St. George. 
Unter dem 2. Wappen von links: Kärnthen (Bleistift). 
Das Bild zeigt Christus am Kreuz mit Maria und Johannes auf einem Hügel vor einem mit 
Sternen besäten Grund. Die Familie des Grafen, — Graf Adolf in Ritterrüstung mit den neun 
Söhnen links, die Gräfin Margaretha mit den sieben Töchtern rechts —, kniet und wendet sich 
im Halbkreis anbetend der Kreuzigungsgruppe zu, so als wenn sie den Hügel hinaufsteigen 
wollte. 
Außer zwei sind die 16 Kinder des Paares mit Namen bezeichnet57). Es handelt sich um: 
Gerlach in Ritterrüstung, ältester Sohn, geh. um 1333, gest. vor 1393, regierte mit Walram, 
war verheiratet mit Agnes von Veldenz (f 1390) 58). Sein Grabstein ist nicht bekannt. 
Friedrich, seit 1357 Domherr in Mainz, als solcher dargestellt (t 1371) 59 60). Grabstein unbe¬ 
kannt. 
Johann, starb jung 6,>); dargestellt als Student mit Mütze. 
Adolf (1353—5. 2. 1390), seit 1372 Bischof von Speyer, seit 1379 Erzbischof von Mainz. 
Epitaph und ruinöse Grabplatte sind im Mainzer Dom erhalten geblieben (vgl. Nr. 16). 
Johann (1353—7. 8. 1426), kurmainzischer Provisor in Erfurt. Grabstein nicht bekannt. Nach 
Hagelgans vielleicht ein Zwillingsbruder Adolfs oder der Sohn einer gräflichen Konkubine 61). 
57) Die Namen fehlen auch bei Andreae 1002/2, fol. 74v. Isenburg I, 109 führt in der 1. und 2. Auflage 
neun Söhne und sieben Töchter auf (allerdings stimmen die Namen der Töchter nicht mit denen bei 
Dors überein), in der 3. Auflage nennt er jedoch nur fünf Töchter. — Vgl. auch Münzert a.a.O. 
58) Isenburg I, 109. 
59) Isenburg I, 109. 
60) Isenburg I, 109. 
61) Hagelgans S. 26 f. 
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