Full text: Genealogia oder Stammregister der durchläuchtigen hoch- und wohlgeborenen Fürsten, Grafen und Herren des uhralten hochlöblichen Hauses Nassau samt etlichen konterfeitlichen Epitaphien

Gravierender ist jedoch, abgesehen von dem ganz anderen Typ der Inschrift, ihre Plazierung 
auf die Seite der Gräfin zusammen mit der Darstellung der Blendarkaden der freistehenden Sei¬ 
ten des Sarkophags. Dies wird, wie oben deutlich wurde, der Situation des Denkmals nicht ge¬ 
recht. Nach dem Epitaphienbuch stand es uf der linken Seiten des Altars, d. h. vom Altar her 
gesehen an der Südseite und mit dem Fußende nach Osten, genauso, wie es die Pergament¬ 
malerei zeigt. Grabinschrift und freistehende Seiten befanden sich demnach also auf der Seite 
des Grafen, übrigens wird die Inschrift für die Gräfin nicht überliefert. Die Zeichnung des Epi¬ 
taphienbuchs gibt die Lage des Inschriftbandes grundsätzlich also richtig wieder. Richtig ist dort 
auch die Blickwendung des gräflichen Paares zur Wand hin, d. h. zum Wandbild; anders bei 
der Zeichnung im Genealogienbuch Andreaes. 
Das Grabmal in Klarenthal wurde zerstört. Wahrscheinlich haben sich dort aber einige Frag¬ 
mente erhalten. In die Westwand der Kapelle, rechts neben dem Portal wurde der Rest eines 
behelmten Kopfes und die rechte Brustpartie mit dem rechten Arm eingemauert (Abb. 30). Ob 
es sich um den Grafen handelt, bleibt etwas zweifelhaft, weil die Hände nach allen Zeich¬ 
nungen gefaltet waren. 
Einen weiteren Rest des Denkmals glaube ich in dem Fragment zu erkennen, das im Depot 
des Hessischen Landesmuseums Wiesbaden verwahrt wird (Abb. 31). Es handelt sich um den 
rechten unteren Teil des Tumbendeckels mit dem Löwen, auf dem die Füße des Grafen ste¬ 
hen, und um den rechten Pfosten. 
Leer. Fol. 28r 
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