Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

eine Abschleifung aus Alte Burg und kann vielleicht mit der Burg 
Liebenberg im Zusammenhang gesehen werden, 
c) Gruppensiedlung; d) + um 1350. 
e) 1283 überläßt Ritter Johannes, gen. von Bliese, dem Kloster Wersch¬ 
weiler 3 Hofstätten im Dorfe Afioldirbach mit den darauf wohnenden 
Leuten und 2 Hofstätten in Bliesen7. I. J. 1304 vermacht Johannes, Ritter 
von Schaumberg, gen. von Bliesen, dem Kloster Werschweiler 3 Hof¬ 
stätten in Affolterbach und 2 in Bliesen8. Am 22. August 1335 verkauft 
der Ritter Philipp von Weiskirchen für 300 Pfund kleiner Turnosen dem 
Erzbischof Balduin von Trier seine Güter in Gronig, Humweiler, Imwei¬ 
ler, Eynswilre, Mothenbach, Nyderhoien, Vogelswilre, Gehweiler, 
Rymswilre, Pinsweiler, Heidersbach, Alialtirsbach oder Aflalterbach, 
Roschberg, Clusen und Bonsen9. I. J. 1344 wird Affaltirbach das letzte 
Mal genannt10. 
g) Auf Eisweiler Bann wurden im Bezirk Aul der Alenburg Gräber unbe¬ 
kannter Zeitstellung gefunden. Ebenso sind Allerburg und der benach¬ 
barte Schloßberg als römerzeitliche Siedlungsplätze bekannt11. 
A) 1 TK 1:25.000 Nr. 6408, Nohfelden. — 2 Moser, OA Schaumberg, S. 24. — 
3 N. Dorvaux, Pouillés, S. 707; Kat. A. St. Wendel, Parcellar-Plan Gde. Nam¬ 
born, Urkataster 1842, M. 1:1875. — 4 G. Barsch, Reg. Bez. Trier. — 5 Kat. A. 
St. Wendel, Parcellar-Plan Gde. Eisweiler, Urkataster 1842, M. 1:1250. — 6 Kat. 
A. St. Wendel, Parcellar-Plan Gde. Hofeld, Urkataster 1842, M. 1:1875 u. 
M. 1:937. — 7 Reg. Werschweiler, S. 187 Nr. 345. — 8 Reg. Werschweiler, S. 218 
Nr. 459. — 9 Reg. Zweibrücken, S. 184 Nr, 568 u. StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 111, 
S. 27 Nr. 363. — 10 K. Hoppstädter, Sdl. Ottweiler, St. Wendel, S. 5. — 11 A. 
Kolling, Archäol. Funde Lk. St. Wendel, S. 38 f. 
B) K. Hoppstädter, Die Burg in Weiskirchen und ihre Besitzer, in: ZG Saarg. 17/18, 
1969/70, S. 195. — A. Klein, Gronig, S. 52. — N. Obertreis, Die Allerburg, in: 
Unsere Saar, 1926/27, S. 85 f. — L. Prinz, Wü. Saarland, S. 2. — R. Seyler, 
Die Allerburg bei Eisweiler, in: ZG Saarg. 12, 1962, S. 95—103. 
Alegrunen (fraglich; Lage unbekannt) 
Lk. Ottweiler, Gde. Neunkirdien?? 
Um 1200 hat Johannes von Siersberg vom Grafen von Saarbrücken u. a. 
die Vogtei über Neumünster und 4 Vogthufen: 2 in Alsweilre (Alsweiler), 
1 in Sindern und 1 in Alegrunen. Dies ist in einer Abschrift von 1637 bei 
Johannes Andreae in seiner Genealogia Saraepontana überliefert. Außer 
der einmaligen Erwähnung ist nichts bekannt. Der Name läßt jedoch auf 
eine reine Flurbezeichnung schließen. 
A) HSTA Wiesbaden, Abt. 130 Nr. II 70,4. — Jungk, Reg. S. 55 Nr. 176. 
B) F. Hellwig, Wü. Saargebiet. — K. Schwingel, Saarl. Gerichte, S. 92. — Wiebels¬ 
kirchen, ein Heimatbuch, S. 118. 
Allerburg (—) Vgl. Nr. 5 Affalterbach. 
Lk. St. Wendel, Gmkg.: Eisweiler und Hofeld, Ab Wpl. der Gemeinde Eis¬ 
weiler. Kleine und Große Allerburg und in der Allerburg 1842 als Fin ge¬ 
nannt. Der Name ist wohl aus Alte Burg entstanden. Im Schöffenweistum 
des Amtes St. Wendel von 1505 findet sich die Bezeichnung Allerburg als 
Grenzpunkt. 
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