Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

an Bernhart v. Lewenstein)5. Weiterhin 1612: die Dörfer: Adweyller, 
Ladweyller, Drinhaußen. Bernhard von Löwenstein berichtet an Kurfürst 
Lothar, Erzbischof von Trier, daß noch etliche Dörfer, von Churfürst 
gn. zu Lehen rürig. Alles, davon ich aber keine Wissenschaft, wie diesel- 
selbige genannt werden ... daß zwei Dörfer, mit Namen Bubach und 
Macherbach, in des Hofs Bann und Bezirk gelegen, desgleichen alte 
vestigia vorhanden®. 
g) J. Kreutzer: „Der Hirschberg (319,5 m) erstredet sich südlich der 111, 
vom Tale des Scheibengrabens, welches den Hirschberg vom Hellberg 
trennt, bis in das Theeltal. Hier war eine Siedlung. Der Volksmund 
erzählt: Römische Freigelassene siedelten sich an dieser Stelle an. Sie 
ernährten sich hauptsächlich vom Straßenraub. 1634 wurde der Ort von 
den Schweden zerstört, wobei auch die Kirche niederbrannte. 1664 haben 
die letzten zehn Bewohner ihre Heimstatt wegen Wassermangel ver¬ 
lassen und sind nach Landsweiler und Eiweiler zu Verwandten über¬ 
gesiedelt7." 
A) 1 MRU 3, S. 1055 Nr. 1457; MRR 3, S. 339 Nr. 1506. — 2 Kat. A. Tholey, Ur- 
kataster der Gde. Bubach-Calmesweiler von 1824, M. 1:1250. — 3 Gern. u. Orts- 
lex. 3, S. 27; A. H. Jungk, SZ August 1910. — 4 M. u. B. Schmitt, Eppelborn, 
S. 238 ff. — 5 StA Koblenz Abt. 54 Nr. 427. — 6 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 415. 
— 7 J. Kreutzer, Bubach-Calmesweiler, S. 333 f. 
B) K. Hoppstädter, Gesch. Landeskunde, S. 82 f. — Ders., Sdl. Ottweiler, St. Wendel, 
S. 5 ff. — W. Jungandreas, Hist. Lex. I, S. 5. 
Affalterbach (5) (Lage unbestimmt) 
Lk. St. Wendel, wahrscheinlich Gmkg. Namborn oder aber Gmkg. Eisweiler 
(Hof eld-Mauschbach). 
a) Der Allerbach bildet ein Stück der Gemarkungsgrenze zwischen Nam¬ 
born und Heisterberg. Oberhalb der Mündung des Hettersbadies in den 
Allerbach, nahe der Gemarkungsgrenze zu Eisweiler, war vermutlich 
Affalterbach gelegen1. Die Allbacher Mühle könnte noch ein Hinweis auf 
das ehemalige Affalterbach sein. Wenn der Standort jedoch auf Eis¬ 
weiler und Hofeider Bann zu suchen ist, so kommt der AbWpl. Aller¬ 
burg (Ortsteil von Eisweiler, 1963 — 35 Bewohner) in Frage. 
b) Moser 1791: Ein Teil des Dorfes Namborn, welcher gegen Morgen zu am 
Fuß des Rodenberges liegt, wird nach dem durchfließenden Bächlein 
Albach genannt. Im Distrikt Rodenberg, der den Teil des Bannes zwischen 
Allbach und dem ehemaligen kurtrierischen Gebiet umfaßte, stand eine 
Mahl- u. Ölmühle2. 1808: Albach; 1842 nennt der Urkataster in der 
Allbach und in Allbachsgraben3. 1843 zählt die Allbacher Mühle (zu 
Namborn gehörend) 6 Bewohner4. — Allerburg, das kurz vor dem Zu¬ 
sammenfluß von Eichersbach und Allerbach liegt, erstreckt sich sowohl 
auf Eisweiler als auch auf Hofeider Bann, 1842 wird die Flur 1 Allerburg 
genannt. Dabei werden an der Straße von Birkenfeld nach St. Wendel 
mehrere Gebäude sichtbar5. Innerhalb dieser Flur 1 werden noch kleine 
Allerburg und große Allerburg unterschieden. In der Allerburg heißt 
1842 auch ein Teil der Flur Nr. 3 auf Hofeider Bann6. Allerburg ist wohl 
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