Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

В) Е. Christmann, Sdlsnamen der Pfalz, Stellungnahme, Nachträge u. Verbesse¬ 
rungen, in: Mitt. H. V, Pfalz, 57, 1959, S. 29. — Heintz, Verschollene ON, S. 51. 
_F. Hellwig, Wü. Saargebiet. — K. Hoppstädter, Gesch. Landeskunde, S. 82. — 
L. Kampfmann, Wüstungen, S. 95. —- P. Krämer, Ostertal, S. 53. — C. Schnur, 
Eingegangene Sdl,, S. 36. 
Abtsteinfurt (3) 
Lk. Homburg, Gde. Kirkel-Neuhäusel. 
a) Abtsteinfurt lag in der Nähe der alten Kaiserstraße westlich von Kirkel 
am Mutterbach, in der Nähe oder an der gleichen Stelle des 1768 erbau¬ 
ten Abstäberhofes. 1846 sind auf dem Extraditionsplan der Gemeinde 
Kirkel-Neuhäusel mehrere Gebäude als Abstäberhoi eingezeichnet. 
Weiterhin werden die Flurnamen genannt: In den Abstäber Weiher¬ 
wiesen, Rechts dem Abstäber Weiher, In den Hoiwiesen, Im Holland 
(L, 2., 3. Gewann); auf der Gmkg. Limbach: In den Abstäber Wiesen, 
Zwischen dem Abstäber Holland und dem großen Sägweiher, Im Ab¬ 
stäber Holland (untere, obere Ahnung)1. 
b) 1564 hat Tilemann Stella auf seiner Karte Aptssteiiert und südwestlich 
davon Herrnsteitiert (anstatt -steinlurt) eingetragen2. Ein Gebäude ist 
nicht mehr vorhanden, jedoch ist der Weiher noch erhalten. Der spätere 
Abstäber-Weiher wird 1557 noch Steinfurter Woog genannt3. Varianten: 
Steinevird, Schaiffurt. Namensdtg. E. Christmann: „Abt ist zur Kenn¬ 
zeichnung des geistlichen Besitzes vorgesetzt, zugleich im Gegensatz zu 
dem benachbarten Herrn-Steinfurt, das weltlicher Herrschaftsbesitz war. 
Ursache des Namens der Sdl. war eine dabei befindliche steinerne 
Furt"4. 
c) EinzelsdI. d) + zwischen 1435 und 1480, Grangienbildung? 
e) 1199: Graf Ludwig der Ältere von Saarwerden gibt dem Kloster Wersch¬ 
weiler das Steinevird und den Weiher zu Kirkel zurück, welches Gut er 
seinem eigenen Bekenntnis nach eine Zeit lang unrechtmäßig besessen 
habe5. I. J. 1430 schenkt Johann, Graf zu Saarwerden, dem Kloster 
Werschweiler seinen Teil an einer Hofstatt gen. Steinlurt und die Schal- 
furt gel. oben an dem neuen Wag bei Limbach und stoßend bis gegen 
Eygeswilre (Eschweiler Hof, Kirkel), die er von den alten Grafen von 
Saarwerden erhalten hat6. Sodann schenkt 1431 Stephan, Pfalzgraf bei 
Rhein und Herzog in Bayern, dem Kl. Werschweiler seinen Teil an der 
Hofstatt, gen. Schaiflurt und Steinlurt, die oben an dem neuen Woog 
bei Limbach liegt und an Eschweiler stößt, mit Boden, Grund, Wasser 
u. Wasserlauf7. 
f) 1470/80 wird der Woog am Steynfurt nochmals erwähnt8. Das Kirkeler 
Weistum von 1557 nennt den Steinfurter Woog0. Til. Stella beschreibt 
unter der Rubrik Weyer u. a. den Weiher Absteinfurt: ist lang 484 
Schritt und 140 breit; unter den Rodtbüschen: das Gebüsch am Apts- 
Steinfurt10, 
g) 1768 errichtete die Zweibrücker Landes-Ökonomie-Kommission auf der 
ehemaligen Klosterhufe eine Musterwirtschaft, und zwar 3 Hofhäuser 
im Geviert. 1810 sind schon 3 Familien auf dem Hofgelände ansässig11. 
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