Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

Aasingen (1) (unsicher) 
Lk. Saarlouis, Gde. Bedersdorf. 
a) Saargau; nordnordöstlich vom Ortskern Bedersdorf an der Gemarkungs¬ 
grenze zu Düren. 
b) 1830: 1. Flur In den Aasingen. 
c) Dorf? 
d) + vor 1400? 
A) Kat. A. Saarlouis, Urkataster 1830, Gde. Bedersdorf M. 1:1875 und 1:937. 
Abenhausen (2) 
Lk. Homburg, Gde. Höchen. 
a) Abenhausen lag am Omborn in einem Seitentälchen des von Höchen 
nach Waldmohr fließenden Glanes. Dieser Omborn befindet sich hinter 
Nordfeld, rechts der Straße nach Dunzweiler/Pfalz. Stella sagt von ihm 
1564: Der Omborn, dieser ist auch ein lustiger und hübscher Born wie 
auch der Homborn1. Abenhausen lag in der Waldabteilung Pfaffenwald, 
und zwar auf den Trümmern einer römischen Streusiedlung, die sich 
von dem Gewann Stein über das Ombornfeld, den Dörrberg und Pfaffen¬ 
hang erstreckte, und zwar nördlich vom Ortskern Höchen, ebenso nörd¬ 
lich vom Dorfborn und dem Homborn (also der heutigen Glanquelle). 
Die Wüstung ist keinesfalls auf der Gemarkung Jägersburg in der Nähe 
oder an der Stelle des heutigen Altbreitenfelderhofes rechts des Glanes 
zu suchen, wie man bisher vielfach annahm, erst recht nicht am Ohmbach, 
der nordöstlich von Schöneberg-Kübelberg in den Glan mündet, sondern 
an der obengenannten Omquelle zu Höchen. 
b) Eine genaue Analyse der entsprechenden Stellen bei Tilemann Stella 
1564 untermauert dies: In dem 35. Hauptgrund ist die lürnehmst Bach 
der Glan, welcher oben in Hechen seinen Ursprung nimmt. .. der Rodt¬ 
busch zu Abbenhausen am Omborni. — Namensdtg: Möglicherweise 
kann der Name als „zu den Häusern des Abo" gedeutet werden2. 
c) Ehemalige Einzelsiedlung, oder aber Rückbildung von einer Gruppen¬ 
siedlung zur Einzelsiedlung und erst dann völliges Wüstwerden, d) + 
lange vor 1564. 
f) Nochmals Tilem. Stella 1564: Abenhausen ist auch etwan ein Hol gewe¬ 
sen, liegt nit weit vom Omborn, ist vergangen3. 
g) In der Waldabteilung Pfaffenwald wurden viele bearbeitete z. T. große 
Steine gefunden. Sie wurden zum Bau von Häusern und Wegen benutzt. 
G. Hengstenberg hat in umfangreichen Untersuchungen und Grabungen 
einzelne Bauplätze einer römischen Streusiedlung gefunden, die sich von 
der Flur Stein über das Ohmbornerfeld bis auf Dörrberg und Pfaffenhang 
erstreckte und deren Wohnplätze stets in der Nähe einer der zahl¬ 
reichen Quellen lagen. Scherben von römischen Tongefäßen, Ziegelreste 
usw. lassen die Vermutung zu, daß hier ein Tempelbezirk mit einem 
Gutshof seinen Standort hatte4. 
A) 1 Tilem. Stella, fol. 198 f. — 2 E. Christmann, Sdlsnamen Pfalz I, S. 17. — 
3 Tilem. Stella, fol. 235 f. — 4 G. Hengstenberg, Höchen, S. 18 f u. S. 53. 
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