Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

Walpershausen (keine Wü.) 
Vor 1381 hat das Kloster Neumünster in Walpershusen die Risten genann¬ 
ten Güter als Lehen ausgegeben1. F. Hellwig wie K. Hoppstädter sehen darin 
eine Wü. bei Ottweiler2. Da sonst keine Belege bekannt sind, ist dieses Wal¬ 
pershausen nach meiner Vermutung mit Walhausen (Lk. St. Wendel) iden¬ 
tisch, das 1333, 1609 und 1625 (nach K. Hoppstädter) erwähnt wird. Im 
Schaftbuch des Amtes St. Wendel von 1506 heißt die Siedlung Wulbeln- 
husen3. 
A) 1 StA Koblenz Abt. 22 Nr. 2448; Jungk, Reg. S. 520 Nr. 1919. — 2 F. Hellwig, 
Wü. Saargebiet; K. Hoppstädter, Gesch. Landeskunde, S. 97; ders., Sdl. Ottw., 
St. Wendel, S. 73; Der Landkreis St. Wendel, S. 408 f; J. Meier, Die Gesch. des 
Dorfes Walhausen, in: Heimatb. d. Kr. St. Wendel 1950. — 3 StA Koblenz Abt. 1 
C Nr. 7439, S. 2. 
Websweiler (391) 
Lk. Homburg, Gde. Jägersburg, Ab Wpl. Websweiler. 
a) An der Stelle des heutigen Ortsteiles Websweiler, nicht des jetzigen 
Websweilerhofes. 
c) Von der Gruppensiedl, zur Einzelsiedl, vor 1400. 
d) Der Hof fällt vor 1550 wüst. 
e) 1152, 1179 und 1197: Allod zu Wopenswilre, 1240: Wopperswilre. 1440 
gehörte Wepswilre zum Amt Zweibrücken. 1458: Hof Woppersweiler\ 
1548 Hof Woppersweiler2. 
f) Im Jahre 1564 verzeichnet Tilemann Stella auf seiner Karte (Nr. 5) 
Wypperswiller, Wipperswiller Wald, Wypperswiler Wäldgen mit einem 
Gebäude, das von einem Zaun umgeben ist. Die Beschreibung der beiden 
Ämter Zweibrücken und Kirkel weist auf die Glame unter Wipperswei- 
ler, auf den Rotbusch oben an Reis bei Wippesweiler und auf die beiden 
Wippersweiler Wäldgen hin, die eine Größe von 40 und 36 Morgen be¬ 
sitzen3. An einer anderen Stelle heißt es im Verzeichnis der alten und 
wüsten Dorf und Hofstätten folgendermaßen: Wippesweiler (Im 23. 
Hauptgrund) isf ein Hof gewesen und oben an dem Kais gelegen, die 
Capell ist noch vorhanden4. In den Jahren 1578 und 1599 wird auf den 
selbständigen Bann (Websweiler Bann) hingewiesen5. Am 15. März 1587: 
Solcher Hof hat etwa samt dem halben Dorf Höchen zu dem Kloster 
Wadgassen gehört, und ist eine Capelle allda gestanden, . .. folgend ist 
er von dem Kloster an Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken kommen 
(1548). Letztlich durch weiland Herzog Wolfgang (von Zweibr.) hochlöbl. 
Gedächtnis, samt gedachten halben Dorf Höchen gegen das Dorf Sulz¬ 
bach vertauscht worden. Aber in Menschengedenken ist keine Wohnung 
denn allein die alten verfallenen Mauern von der alten Capelle allda 
gestanden und anders nicht, denn was durch die von Erpach, Waldmohr, 
Adweiler und Höchen andersweilen beschehen gebaut worden6. Die 
Weistümer von Kleinottweiler aus den Jahren 1520 und 1531 nennen 
den Websweiler Weg7. 
g) Römischer Steintrog und Säulenstück gefunden8. 
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