Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

Untersthausen (381) (vgl. auch Obersthausen) (unsicher) 
Lk. Merzig-Wadern, Gde. Hilbringen-Ripplingen. 
Die Flur 1 (Gemarkung Ballern-Ripplingen) wird 1830 Hausen genannt. An 
der Gemarkungsgrenze und am Weg nach Schwemlingen, unmittelbar an 
den Ortsteil Ripplingen anschließend, erinnern die beiden Distriktnamen 
Hausen und Unterst Hausen an die ehemalige Besiedlung. 
A) Kat. A. Merzig, Parcellar-Plan Gemeinde Hilbringen, Urkataster 1830, M. 1:2500 
und M. 1:1250. 
Uringen (93) Ehringen 
Lk. Merzig-Wadern, Gde. Besch. 
a) An der Gemarkungsgrenze von Wochern und Tettingen-Butzdorf (nörd¬ 
lich von Wochern). 
b) 1821: Auf Ehringen1. 
c) Dorf d) + vor 1300. 
e) Um 1160 wird ein Uringen bei Perl genannt2. 
A) 1 Kat. A. Perl, Parcellar-Plan Gemeinde Besch, Urkataster 1821, M. 1:5000. — 
2 MRU 1, S. 679 Nr. 618; K. Hoppstädter, Gesch. Landeskunde, S. 97; M. Müller, 
ON Regbez. Trier II, S. 53. 
B) W. Jungandreas, Hist. Lex. II, S. 1073. 
Urwahlen (382) Oberwahlen 
Lk. Merzig-Wadern, Gde. Wahlen. 
a) Westlich vom heutigen Ortskern, an der Stelle der 1868 wiederaufge- 
bauten Markuskapelle, stand, nahe der Straße nach Rimlingen, das ur¬ 
sprüngliche Dorf Wahlen1. Das Visitationsprotokoll von 1739 bestätigt, 
daß hier zu Urwahlen die Pfarrkirche und das Dorf Wahlen ihren Stand¬ 
ort hatten2. In diesem Jahre waren noch Chor und Turm der Kirche üb¬ 
rig3. Urwahlen war die Mutterkirche, Wahlen selbst zählte längere Zeit 
nur als Filialkirche. Erst 1747 wurde die Pfarrkirche im Wahlener Tal 
erbaut. Sie löste eine Nikolauskapelle ab. Nach dem Dreißigjähr. Kriege 
fanden alljährlich am Markustage Prozessionen aus den Pfarreien Los¬ 
heim, Brotdorf, Reimsbach und Nunkirchen nach Urwahlen statt4. 
b) In der Flur 25 ist 1829 der Name Urwahlen mehrmals eingetragen5. Auch 
der Volksmund bezeichnet die Stelle so. Schon 1492 findet sich in einem 
St. Maximiner Weistum auf dem Bann von Losheim der Flurname Am 
Orwiller Weg6. Der Name hat mehrere Deutungen erfahren. Ph. Schmitt 
weist als erster darauf hin, daß sich am Abhang von Wahlen ein „Land¬ 
graben" hinziehe: „Die Leute erzählen, die Schweden hätten den Land¬ 
graben angelegt und damals auch das fast im Mittelpunkt des Ringes 
liegende Urwahlen mit der Capelle zerstört. Die Trümmer dieser go¬ 
tischen Capelle sind noch da. . . Bedeutungsvoll ist der Name Wahlen. . . 
Wahlen lag vor dem Dreißigjähr. Krieg nahe am Wall; ich möchte den 
Namen für Dorf am Walle (lat. vallum) nehmen7.'1 Schmitt vermutete in 
dieser Gegend einen vorgeschichtlichen oder römerzeitlichen Verteidi¬ 
gungsplatz (eine Art verschanztes Lager) bzw. eine Wallanlage. Dieses 
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