Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

1830 an der Kreuzung der Straßen St. Avold-Saarlouis und Berus-St. Avold 
unmittelbar an der Bist ein „Hauserfeld" angezeigt ist2. Bei Langenbeck und 
im Reichsland ist Hattegefeld nicht verzeichnet3. 
A) 1 StA Koblenz Abt. 54 H 1191, S. 3; K. Hoppstädter, Von Hagen zur Motten, S. 35 
u. S. 52. — 2 Kat. A. Saarlouis, Parcellar-Plan Gemeinde Bisten, Urkataster 1830, 
M. 1:2000. — F. Langenbeck, Elsaß-Lothr./Reidisland II. 
Hattweiler (165) 
Lk. Homburg, Gde. Jägersburg. 
a) Das Dorf Hattweiler stand an der Stelle der heutigen Gemeinde Jägers¬ 
burg1. 
b) Tilemann Stella in seiner Beschreibung der Ämter Zweibrücken und Kir¬ 
kel 1564 gibt eine Grenzbeschreibung des Hattweiler Bannes: Von jetzt- 
gemelten Zusammenfluß folget die Grenz der Eichenschitterbach (welche 
den Glan gibt) noch hinauf zwischen den Wiesen und dem Gebruch hin¬ 
durch bis in den Furt zu Bartpert oder Wartpert genannt bei der 
Bartperter Möln — 2685 Schritt. Durch diesen Furt gehet ein Land¬ 
straße, er gehet durch den Glan hart unter der Wartperter Möln. In 
diesem obgemelten Strich bleiben zu der linken Hand ein Wald 
Eichenschit genannt und darnach der alte oder Hattweiler Wald, welche 
Zusammenstößen, und zu der Hattweiler Gerechtigkeit gehören, auf der 
rechten Hand bleibt der Peterswald, hört gehn Kifelberg, in diesen 
scheiden die von Kifelberg, Schönberg, Misau, Sann und Elschberg, es 
scheidet auch der obgemelte Strich den Hattweiler Bann und die Pfalz 
im Reich genannt.. A 
c) Dorf, d) + um 1635. 
e) 1279 überläßt Graf Heinrich von Zweibrücken dem Prämonstratenser- 
kloster Wadgassen das Patronatsrecht der Kirche zu Hatwilre3. Heinrich 
soll im Laufe des 13. Jh. durch Kauf oder Schenkung vom Kloster Tholey 
in den Besitz des Ortes gelangt sein. Am 12. Juni 1281 wurde dem Klo¬ 
ster Wadgassen die Incorporation der Pfarrei Hathewilre bei einer Va¬ 
kanz erlaubt4. Der Rektor oder Pfarrer der Kirche von Hetwilre (Diözese 
Metz) verzichtet am 21. 12. 1281 zugunsten des Klosters Wadgassen auf 
seine Pfarrei, die ihm Graf Heinrich von Zweibrücken übergeben hatte, 
nachdem der Graf dem Kloster das Patronatsrecht geschenkt hatte5. Graf 
Walram von Zweibrücken gestattet 1290, das ui der Hinderwiesen bei 
Hattweiler dem Closter Werßweiler järlich 8 Brot und 5 Pfennig järlichs 
Zins fallen sollen6. Der Bischof von Metz gibt 1292 dem Kloster Wad¬ 
gassen die Erlaubnis, die Kirchen von Hatwilre und Ensheim, deren Be¬ 
setzung Wadgassen zustehe, bei der nächsten Vakanz dem Klostertafel¬ 
gut einzuverleiben und diese Kirchen durch ständige Pfarrvikare be¬ 
treuen zu lassen7. Als Ersatz für die Wiese zu Reiskirchen, die er zu 
einem Fischweiher umgewandelt hatte, überläßt Graf Walram von Zwei¬ 
brücken 1295 dem Kloster Werschweiler seinen Teil an allen Wiesen 
zu Hattweiler8. 1302 schenkt Walram dem Kloster für eine Seelenmesse 
u. a. seine Güter zu Hattweiler9. Den Weidgang zu Kleinottweiler und 
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