Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

jährlichen Zins dem Comtur des Deutschhauses von dem Haus und Hof 
in Breitenbach oberhalb des neuangelegten Weihers, welche Allod der 
Deutschherren seien, zu zahlen schuldig sei12. Ebenfalls um 1274 werden 
Dominus Hugo de Brettenbach und die St. Peters Güter zu Brettenbach 
mit den Dörfern Habscheid und Malstatt genannt13. Im Jahre 1285 ver¬ 
kaufen der Dechant von St. Arnual und sein Bruder dem Deutschhaus 
zu Saarbrücken eine Wiese, die zwischen Malstatt und Breitenbach 
am weißen Stein liegt14. Am 26. Juni 1290 schenkt Wilhelm von Ihn für 
ein Jahrgedächtnis den Zins einer Wiese in Breydenbach bei Enken- 
roit15. 1293: Breydenbach16. Der Edelknecht Thilemann, ein Sohn des 
verstorbenen Ritters Hugo von Breitenbach, wird 1290, eine Meczha 
von Breitenbach und deren Söhne 1301, Irmenrich von Breiten¬ 
bach und seine Kinder Nicolaus, Bertold, Agnes und Wendel- 
mudis, seine Schwiegersöhne Eckard und Hanrich, Meza, die Witwe 
des verstorbenen Ludwig (ein weiterer Sohn von Irmenrich), im Jahre 
1311 genannt. Am 10. August 1324 bewidmet Costin von Breitenbach 
seine Frau Else mit allem, was er zu Breitenbach hat, dem Hof, der 
Mühle und den Wiesen, welche Stücke er zum Pfände von Graf Johann 
von Saarbrücken hat18. Am 18. Juni 1348 erklärt Graf Johann von Saar¬ 
brücken, daß er Johann von Breitenbach zu den Lehen, die sein Vater, 
der alte Johann, gehabt habe, noch die gebe, die der Edelknecht Costin 
von Breitenbach bisher besessen hat, nämlich die Mulen zu Breiden- 
bach, den Weiher oberhalb und die Wiese im Mittelgraben gegenüber 
dem Deutschhause und er dafür Jahr und Tag Burgseß in Saarbrücken 
tun müsse19. 1353: Edelknecht Johann von Breitenbach20. 1393: 
Clesichen von Breydenbach, ein Bürger zu Saarbrücken und seine ehelich 
Frouwe21. Im Jahre 1399 verpfändet Henselin Bertsch von Bebelsheim 
dem Mathias Kornarbeider zu Saarbrücken seinen Hof und Hofbering 
zu Breitenbach22. Ebenfalls 1399: Ulrich von Breitenbach23. Ulrich von 
Breitenbach wird weiterhin u. a. 1412, 1415, 1416, 1419 und nach seinem 
Tode 1424 und 1435 genannt24. 1448 heißt es beim Zehnt zu Malstatt: 
Item da lieget über zu fahren um das deutsche Haus um Breidenbach 
und Habschit, das in Malstatter Bann gehöret, gibt einem Junkern 
zweiteil und der Kirchen zu Malstatt ein dritten Zehenden25. Um 1452 
heißt es: Hienach geht Entscheid-Zettel zu Malstatt und den von Hab¬ 
schit von des Eckers wegen. Von der misthel (Streit) wegen, zwischen 
den der Gemeinde von Malstat und den von Habschit und Breydenbach 
ui der andern Seite, des Eckers wegen, um Habschit gelegen,... daß 
die von Malstat nun fortan ui ihrer Seite der Saar bleiben sollen mit 
ihren Schweinen und die von Breydenbach und Habschit uf ihrer Seiten 
bleiben sollen26. 
f) Im Jahre 1440 wird nur vom Breidenbach gesprochen27. Das Malstatter 
Schöffenweistum von 1460 beschreibt den Malstatter Bann, der ja auf 
der linken Seite der Saar vom Breitenbacher Bann gebildet wird: 
Von der Saar aus (wo Malstatter und St. Johanner Bann zusammen- 
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