Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

garten, Borndell, Börner Hof, Börner Hügel etc. Im Urkataster werden 
in der Flur 1 (gen. Born) folgende Flurnamen genannt: Börner Hof, Born, 
Bornerilur, Bornhügel, Borndell, Hinter Bornhügel, Bornerköpfchen, 
Mühlenteich. Auf der Gemarkung Hofeld finden sich 1842, hart an der 
Gemarkungsgrenze zu Furschweiler, die Namen Bornerilur und Am 
Bornerpfad3. 
c) Gruppensiedlung, d) + vor 1400. 
e) 1236: ßurnen3a. 1256 wird am 2. Mai In Burnen genannt4. 1304: Petrus von 
Born5. Am 17. Januar 1328 verkaufen der Ritter Eckelmann von Schauen¬ 
burg, sein Bruder Johann, Pastor von Theley, und seine beiden Schwe¬ 
stern dem Erzbischof Balduin von Trier ihren gesamten Besitz in den 
Bannen zu Theley, St. Wendel, Born und Baltersweiler mit allen 
Rechten8. 
f) 1506: Wies gelegen zu Born, gen. Grumath7. Außerdem: Klaus Born und 
Hans Born erw.8 (1605/08/31 Born Jakob) 1598: 5 Feuerstätten zu 
Furschweiler, 2 Familien zu Born9. 1605: 9 Feuerstellen zu Furschweiler 
und 2 zu Born10. Um 1600 und 1606 Born11. In einem Salbuch der 
Kellerei St. Wendel von 1606 werden Furschweiler und der Hof zu Born 
genannt: Das Forßweiler Dorf enthält an Feuerstetten und der Hof 
Born so nächst unter Forßweiler gelegen zwo Feuerstet tut — 812. 
1609: Born Heinrich und Born Wendel13. 1625: Auf Börner Flur, In der 
Breitwies bei Born, In Börner Grumeten1*. 1643 und 1672 wird Born nicht 
mehr genannt15. Im dreißigjährigen Krieg war Born aufgegeben 
worden. 1721 wohnen wieder in Born: Cornelius Born; Niklas Marx, 
Schuster; Peter Weisgerber, Leinenweber16. Am 21. Okt. 1834 meldet 
der Chronist der preußischen Regierung: Der Bornerhof bildet einen 
eigenen Bann. Der Hof besteht aus den Wohnhäusern nebst einer Öl¬ 
mühle, deren Fläche 2 Morgen beträgt; 39 V2 Morgen Wiesen, V2 
Morgen 37 Ruten Gärten u. 229 V2 Morgen 3 Ruten Ackerland. Der 
Bornerhof war in früheren Zeiten ein Dörfchen mit Namen Born. Es 
bestand aus 3 Haushaltungen. Zur Zeit, als in hiesiger Gegend die 
Auswanderung nach Ungarn sich zeigte, verließen die Bewohner die 
hiesige Gegend, nachdem sie ihre Güter an einen gewissen Wendel 
Wasnig aus St. Wendel veräußert hatten17. Mittelalterliche Scherben u. 
Mauerwerk gefunden18. 
g) 1961 wird der Ab Wpl. Bornerhof mit 75 Bewohnern angegeben19. 
A) 1 TK 1:25 000 Nr. 6409 Freisen; vgl. auch J, Engel, Furschweiler, S. 37 f. — 
2 Kat. A. St. Wendel, Parcellar-Plan Gemeinde Furschweiler, Urkataster 1842, 
M. 1:1875, M. 1:1250 und M. 1:937. — 3 Kat. A. St. Wendel, Parcellar-Plan 
Gemeinde Hofeld, Urkataster 1842, M. 1:937. — 3a M. Müller, Regbez. Trier II, 
S. 36; F. Pauly, Wadrill, S. 27. — 4 MRU 3, S. 969 Nr. 1344; MRR 3, S. 292 Nr. 
1295; F. Töpfer, Hunolstein I, S. 22 Nr. 30; W. Jungandreas, Hist. Lex. I, S. 95. — 
5 J. Engel, Furschweiler, S. 40 u. 46. — 6 StA Koblenz Abt. 1A Nr. 4664; 
J. Engel, Furschweiler, S. 40 u. S. 52. — 7 J. Engel, Furschweiler, S. 41. — 8 ebda, 
S. 85. — 9 ebda, S. 64. — 10 ebda. — 11 ebda, S. 78 f. — 12 StA Koblenz Abt. 
1 C Nr. 7432 (7433/7434), fol. 25 u. StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 12921 fol. 15. — 
13 vgl. Anm. 5, S. 85. — 14 ebda, S. 40. — 15 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 7435 u. 
Abt. 54 S Nr. 1625. — 16 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 15181. — 17 vgl. Anm. 5, 
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