Full text: Die Geschichte der Saarländischen Kreditbank Aktiengesellschaft

gewandelt, 1926 hatte die Zweigstelle eine Bilanzsumme von 1503 927,67 
RM. Die Kreditoren beliefen sich auf 1 283 765,28 RM, die Debitoren auf 
1 248 204,48 RM. Die Wechsel auf 82 252,81 RM. Im gleichen Jahr erzielte 
sie einen Reingewinn von 27 991,80 RM430. 
Bei der Rückgliederung des Saargebietes an Deutschland zählte die Zweigstelle 
Idar-Oberstein 16 Angestellte, wovon 14 männliche Angestellte waren. 1936 
betrugen die Debitoren 1,4 Millionen RM, die Kreditoren 1,2 Millionen 
RM, die Spareinlagen 370 451,18 RM. Die Bilanzsumme belief sich auf 
1 813 206,74 RM. In den folgenden Jahren schwankten die Angestelltenzahlen 
zwischen 14 und 20 Beschäftigten. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 
wurde Idar-Oberstein vom Filialbezirk Saarbrücken infolge der Neugestaltung 
des Bankwesens abgetrennt. 
Nach der Fusion der Deutschen Bank mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 
1929 und der Übernahme des in Liquidation getretenen Bankhauses G. F. Grohe 
Henrich & Co. am 27. Januar 1931431, dessen Einlagen und größten Teil 
der Kunden die Deutsche Bank Filiale Saarbrücken übernommen hatte, entschloß 
sich die Hauptstelle in Alt-Saarbrücken am Neumarkt eine Depositenkasse 
zu eröffnen. Sie sollte den neu hinzugekommenen Kunden die Geschäftsverbindung 
mit der Deutschen Bank erleichtern und vor allem den Weg über die Saar 
in die Kaiserstraße ersparen. Leiter der Depositenkasse wurde ein Angestellter 
der liquidierten Firma Grohe-Henrich. 
b) Die Filialen Homburg, St. Ingbert und Neunkirchen 
Die ersten Zweigstellen der Filiale der Deutschen Bank Saarbrücken entstanden 
durch die Übernahme der Rheinischen Creditbank durch die Deutsche Bank. 
Die Pfälzische Bank in Ludwigshafen432 hatte im Jahre 1906 in Homburg 
eine Depositenkasse gegründet, um den Homburger Kaufleuten den Geschäfts¬ 
verkehr mit der Pfälzischen Bank zu erleichtern433. 1913 errichtete sie eine 
weitere Depositenkasse in St. Ingbert, indem sie die Kundschaft der St. Ingberter 
Zweigniederlassung der Gebr. Röchling Bank übernahm434. Nach der Liquidation 
der Pfälzischen Bank im Jahre 1921 kamen beide Filialen an die Rheinische 
Creditbank in Mannheim, die bereits im Jahre 1903 Verhandlungen mit der 
Credit- und Depositenkasse in Zweibrücken aufgenommen hatte435. Diese 
Bank unterhielt in Neunkirchen eine Filiale. Im Januar 1904 konnte die 
430 ASKB-B-1929. 
43] HR-Auszug vom 27. Januar 1938 Nr. 475/190. 
432 Die Pfälzische Bank in Ludwigshafen wurde 1867 mit einem Betriebskapital von 
7 Millionen fl aus dem Vorschußverein Ludwigshafen/Rhein gegründet. 1869 wan¬ 
delte sie ihren Namen in „Volksbank Ludwigshafen“ um und 1882 wurde sie eine 
Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von M 600 000.—. Ab 1886 firmierte sie 
unter dem Namen „Pfälzische Bank“. 1921 mußte sie in Liquidation gehen, wobei 
ihre Niederlassungen in München, Nürnberg, Bamberg und Fürth von der Deutschen 
Bank, der Rest von der Rheinischen Creditbank übernommen wurde. (DBA-Pfäl- 
zische Bank). 
433 DBA-Pfälzische Bank, Geschäftsbericht pro 1906. 
434 DBA-Pfälzische Bank, Geschäftsbericht pro 1913. 
435 DBA-Rheinische Creditbank, Geschäftsbericht pro 1904. 
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