Full text: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen

genuerunt, quarum binas spe posteritatis nuptum tradiderunt; quae ambae et 
maritali potentia et omnium bonorum et divitiarum illustres exstiterunt affluen¬ 
tia. Ex quibus una nomine Irminthrudis avia erat Henrici magnifici ducis et 
Adhelberonis Metensis episcopi, Friderici ducis fratrumque suorum, magnorum 
scilicet huius temporis virorum. Altera vero Alverad nominata similiter suae 
posteritatis preclaris incrementis erat donata. Reliquae vero binae Coloniae 
mancipatae sunt servituti et legi divinae una in monasterio sanctae Dei genitricis 
Mariae ... Haec vero, de qua nobis est sermo, in monasterio sanctarum virginum 
subiit .. .* 1S. 
Als Quelle für diese Angaben vermerkt die Verfasserin — Berta, die Schwester 
des Abtes Wolfhelm von Brauweiler —, sie stütze sich auf die Angaben Engil- 
radas, der Kammerfrau der 1015 verstorbenen Äbtissin Adelheid, und auf die 
Berichte anderer Klosterschwestern, die zu Zeiten Adelheids gelebt hatten. Die 
Vita hat dadurch einen hohen Quellenwert. Sie ergibt folgenden Stammbaum: 
Godefridus 
Godefridus dux Gerbirg X Y Z 
+ unverheiratet QD Megengoz (atavus Heinrichs III.) (Ahnherren Großer 
im dt. Franken) 
r-1--1 T ' 1 , 
Godefried Irmintrud Alverad Adelheid, Äbt. Bertrada, Äbt. 
(hat angesehene v. Vilich v. St. Marien zu Köln 
Nachkommen) 
NN 
Hzg. Heinrich B. Adalbero Hzg. Friedrich fratres 
v. Bayern (1042—47) v. Metz (1047—72) v. N.-Lothr. (1046—65) 
Schenks zu Schweinsberg glücklicher Gedanke war nun, den Namen Imiza des 
zweiten Teiles der genealogischen Notiz von ca. 1023 als Kurz- oder Koseform 
von Irmintrud zu betrachten, — so etwa wie Cuno für Cuonradus, Hezelo für 
Henricus, Bucco für Burchard o. ä. immer wieder gebraucht wurden — und die 
Namen Gerberga und Imiza (= Irmintrud) jener genealogischen Notiz mit den 
15 MG SS XV, 2 S. 757. — Die dieser Edition bezüglich der beiden Gottfriede bei¬ 
gegebenen Identifizierungshinweise auf Gottfried von Verdun und Herzog Gottfried 
von Niederlothringen (1012—1023) etc., denen noch L. Vanderkindere, La 
formation territoriale des principautés belges au moyen-âge II (1902) S. 22, folgt, 
sind verfehlt. Diese Erkenntnis Schenks zu Schweinsberg wird in neue¬ 
ren Arbeiten gelegentlich übersehen; vgl. M. Uhlirz, Jahrbücher des DR unter 
Otto III. (1954) S. 78 f. — Die Verdächtigungen, die O. Oppermann gegen 
den Quellenwert der Vita Adelheidis erhob, sind zurückgewiesen worden von 
E, Wisplinghoff, Zur Frühgeschichte des Stiftes Vilich, in: Rhein. Vjbl. 18 
(1953) S. 78—82. — Zu den Eltern der Äbtissin Adelheid von Vilich vgl. auch 
K. Strecker , Die Grabschrift der Stifter des Klosters Vilich, in: NA 50 (1935) 
S. 439—445; auch MG DD Otto III S. 431 f, nr. 32 vom 18. Januar 987. 
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