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grundlagen der drei nationalen Teilgebiete (s.u.). Ein Teil der von der Association in Angriff genommenen
Studien und Planungen werden dem Observatoire entgeltlich übertragen. In geringerem Umfang
werden auch Arbeiten von IDELUX, dem luxemburgischen MAT oder privaten Dienstleistem übernommen
(z.B. Vermessungsarbeiten). Im Rahmen des Arbeitsprogramms für 1996 entfielen von insgesamt
2,8 Mio. FF, die die Association vergab, etwas mehr als die Hälfte auf das Observatoire
(Association Transfrontalière 1996c:5). Für die laufenden Betriebskosten stehen ferner
INTERREG-Gelder zur Verfügung (s. Kap. 5.4.2). Das Observatoire wird von dem Direktor der Association
Transfrontalière in Personalunion geleitet.
5.4 Grenzüberschreitende Aktivitäten
5.4.1 Grenzüberschreitendes Geographisches Informationssystem
Wie schon erwähnt, gehörte es zu den ersten Aufgaben des Observatoire de l'Urbanisme, die planungsrelevanten
Grundiagendaten aus den drei Teilgebieten zusammenzutragen und so aufzubereiten,
daß sie als Basis für eine künftige gemeinsame Stadtentwicklungsplanung dienen können. Dabei konnte
auf vorhandenes Datenmaterial zurückgegriffen werden, in einzelnen Teilbereichen mußten aber auch
neue Datenerhebungen durchgeführt bzw. veranlaßt werden. So wurde beispielsweise der Ist-Zustand
der Flächennutzung mit Hilfe einer eigens hierzu durchgeführten Luftbildbefliegung ermittelt. Zur Erfassung
und Bearbeitung der erhobenen Daten bediente sich das Observatoire eines Geographischen
Informationssystems (GIS). Im einzelnen werden bzw. wurden bereits folgende Bereiche in das GIS
integriert:
• die Realnutzung, abgeleitet aus o.g. Befliegung und klassifiziert gemäß der EU-einheitlichen Couverture
CORINE\
• die Verkehrswege (Straßen, Wege, Bahnstrecken);
• die Standorte öffentlicher Einrichtungen;
• die Standorte des Einzelhandels;
• die Arbeitsstätten inkl. Arbeitsplätze;
• der Wohnungsbestand;
• die Liegenschaften (Kommunalkataster);
• verschiedene sozio-ökonomische Bevölkerungsdaten (Alters- und Berufsstruktur, Haushaltsgrößen,
Arbeitswege usw.).
Aus Gründen der besseren Zugänglichkeit und um eine Nutzung der erhobenen Daten für die spätere
Planung (s.u.) zu ermöglichen, soll das GIS in Kürze dezentral erweitert-werden. Noch 1997 sollen die
18 französischen Gemeinden mit dem Observatoire vernetzt werden und über eigene Terminals Zugriff
auf die Datenbank haben, d.h. nicht nur Informationen abrufen, sondern auch einspeisen und bearbeiten
können. Auf belgischer Seite wird IDELUX einen eigenen Server Vorhalten, der von den Gemeinden
konsultiert werden kann, was aber nicht einer echten Vernetzung im vorgenannten, interaktiven Sinne
entspricht. In Luxemburg sollen die Gemeinden frühestens 1998 ähnlich ausgestattet werden (RETTZ
1997, frdl. mdl. Mitt.).
5.4.2 Gemeinsame Stadtentwicklungsplanung
Zu den Anliegen des dargestellten GIS gehörte auch die Erfassung der bestehenden Planwerke, wie
beispielsweise der belgischen plans directeurs, der luxemburgischen plans communaux und der französischen
POS (s.o.), die in etwa mit der deutschen Flächennutzungsplanung vergleichbar sind. Aber auch
die Inhalte übergeordneter Planungen, wie z.B. des großräumigeren französischen schéma directeur